"Wir machen gut Strecke!"

05.) Bahrain

Stadion:

Manama – Al Najma Club Stadium

Spiel:

18.09.2021 – Bahrain SC vs Al Ittifaq Maqaba
Bahrain, Second League – 0:2 – Z: 90

Report:

Ein weiterer viel zu heißer Tag in Bahrain. Also ging es wieder ab in den Hotelpool. Heute bestand gar keine Eile, da das angepeilte Spiel in Juffair also quasi gleich um die Ecke war. Mit längerem Laufen oder nur zwei Stationen Bus fahren konnte ich das Stadion erreichen.

Der heutige Spielort das Al Najma Club Stadium hatte ich mir bereits tagsüber mal angeschaut und ein paar Fotos gemacht. Es liegt am nördlichen Rand von Juffair und bisticht nicht durch seine Größe oder außergwöhnliche Bauweise sondern durch die Lage mit der Aussicht auf mehrere Hochhäuser.

Das Stadion selbst ist nicht so groß und besteht im Prinzip aus einer großen Stahlrohrtribüne außerhalb des Zauns und den Umkleiden gegenüber.

Zu dem Komplex gehören noch ein weiterer Sportplatz und eine Sporthalle zwischen den beiden Plätzen. Der zweite Platz ist ein Kunstrasen, hat keinen weiteren Ausbau und wird wohl nur für Training genutzt. 

In der zweiten Liga war die Zuschauerzahl dann schon nicht mehr dreistellig. Nicht ganz 100 Zuschauer waren es am Ende. Der Eintritt war wieder frei und es wurde beim Betreten der Sitzplätze wieder kurz die Temperatur abgelasert.

Vogelfutter kauen und dabei die ganzen Tribüne mit den Resten einsauen gehört auch in Bahrain zum Fußball schauen dazu. Satt wird mit davon nicht, das hat einfach nur eine theapeutische oder beruhigende Funktion.

Das Spiel dauerte heute mal wieder extra lange. Auch so eine Eigenheit die ich hier festgestellt habe. Es wird ganz großes Schauspiel auf dem Rasen gezeigt. Da wird geschrien und sich auf dem Platz gewälzt, das lernst du in keiner Schauspielschule. Danach ist natürlich eine Behandlung oder sogar ein Abtransport notwendig. Durch solche Aktionen ziehen sich die Spiele immer unnötig in die Länge.

Auch diese zwei Stunden bekam ich irgendwie rum und machte mich danach direkt wieder auf ins Hotel.

Am nächsten Tag war der Rückflug erst am späten Abend. Check out im Hotel war offiziell um 12:00, aber ich habe mal kurz nachgefragt ob das in Stein gemeisselt ist. Der Mitarbeiter meinte absolut nicht! Wenn du nachmittag um 15:00 auscheckst ist das auch ok. Stark!

Also bin ich erst gegen 14:00 aus dem Bett gestiegen und habe meine Sachen zusammen gepackt. Danach habe ich an der Rezeption ausgecheckt und wollte gerade zum Pool. Da steht der General Manager neben mir und meinte, wenn ich das Apartment noch brauche zum umziehen oder duschen, dann kann ich noch mal die Zimmerkarte bekommen.

Ich bedankte mich, nahm das Angebot aber nicht mehr an. Am Pool waren auch Duschen und Umkleiden. Mir reichte es, dass ich dort noch ein paar Stunden baden konnte. Top Service in dem Hotel!

Gegen Abend machte ich mich dann mal ganz langsam auf zum Flughafen. Mit vier Spielen, in drei Stadien und dem neuen Länderpunkt Bahrain im Gepäck ging die Reise zurück in die Heimat.


Stadion:

Isa Town – Madinat ‘Isa Stadium (Khalifa Sports City Stadium)

Spiel:

17.09.2021 – Riffa Sports Club vs East Riffa Club
Bahrain, Premier League – 0:0 – Z: 500

Report:

Das Main-Event des bahrainischen Fußballfreitags war dann das Riffa Derby zwischen dem Riffa Sports Club und dem East Riffa Club. Das Spiel zog gute 500 Zuschauer an.

Auf irgendeiner Instagram Seite hatte ich gelesen, dass die Zuschauer Begrenzung des Spiels bei 40% der Stadionkapazität liegt. Bei einer Kapazität von offiziell 20.000 kommt man da aber bei weitem nicht an seine Grenzen.

Von daher kann man die Spiele in Bahrain ohne überpünktliches Erscheinen oder großartige Vorbereitung besuchen. Auch hier war der Eintritt, wie bei allen in Bahrain besuchten Spielen, frei.

Hier gab es dann auch mal zwei Fanszenen die in Erscheinung traten. Beiden fanden sich an den Seiten der Haupttribüne ein. Hierbei stellten Himmelblauen vom East Riffa Club den größeren Fanblock. Hier schaffte es sogar eine lange himmelblau-weiße Zaunfahne an den Zaun der Haupttribüne.

Dahinter wurde sitzend supportet. Ein Vorsänger mit Megafon gab den Ton an, gespielt wurde auf Trommeln und der Rest sang mit. Teilweise waren es ziemlich lange Stücke die da vorgetragen wurden. Zu hören gab es unbekannte und ungewohnte orientalische Jubelmelodien bei denen ein Teil vom Anheizer mit dem Megafon vorgesungen wurde und der Rest dann nachsang oder zusätzlich mit einstimmte.

Die Fans vom East Riffa Club waren dabei die deutlich lauteren Fans, das lag aber allein schon an der Überzahl. Auch auf Seiten des Riffa Sports Club gab es eine Musikantentruppe die aber nicht so gut zu hören war.

Ich wechselte zur zweiten Halbzeit auf die Haupttribüne um die East Riffa Fans von nahem zu begutachten. Leider fielen keine Tore und so gab es heute leider keinen Bahrainischen Derbysieger Jubel.

Mit dem Revisit wenige Minuten nach dem Erstbesuch wanderte das Madinat ‘Isa Stadium auf die Erledigt-Liste.

Ich lief hinter der Haupttribüne über die Straße und schon stand ich auf dem Isa Town Busbahnhof. Von hier aus gehen Busse in alle Richtungen und viele zurück in Richtung Manama.

Der nächste Bus ließ zum Glück nicht lange auf sich warten und ich fuhr zurück nach Juffair.

Zu fortgeschrittener Stunde kam ich dann etwas schneller zurück als auf dem Hinweg. Auf der bahrainischen Reeperbahn in Juffair holte ich mir noch eine Köstlichkeit vom Amerikaner und so fand der lange Fußballabend im klimatisierten Apartment seinen verdienten Ausklang.

Stadion:

Isa Town – Madinat ‘Isa Stadium (Khalifa Sports City Stadium)

Spiel:

17.09.2021 – Al Hala Club vs Budaiya Club
Bahrain, Premier League – 2:1 – Z: 150

Report:

Heute war ausschlafen und am Hotelpool abhängen angesagt. Ist ja nicht so, dass man in Bahrain unendlich viel sehen könnte. Ein zwei schöne Ausblicke auf die Skyline gibt es. Ansonsten noch ein paar kleine Wüstenfestungen bei denen man in zehn Minuten durch ist und eine Anreise von zwei Stunden nicht wirklich lohnt.

Bahrain ist viel mehr das Las Vegas der Saudis. Während es dort doch recht streng zugeht, herrschen in Bahrain deutlich lockerere Sitten. Alkohol ist teuer, aber erlaubt. Es gibt Nachtclubs, Prostitution und eine ganze Menge Massageläden. Diese bieten sicher nicht nur Massagen nach jahrthunderte alter thailändischer Tradition an ;)

Dazu gibt es auch einige Läden wo nette Thai oder Filipino Boys die Massage übernehmen. Aufgebrezelt, blondierte Haare, gemachte Augenbrauen. Auch diese Jungs haben ihre Bahrainische und Saudische Kundschaft.

Grundsätzlich kann sich ja jeder den Lurchi einölen lassen wo er will, nur hat es hierbei ein besonderes Geschmäckle, wie wir in Schwaben sagen, wenn man bedenkt wie das Thema Homosexualität in der arabischen Welt und besonders in Saudi-Arabien behandelt wird. In Bahrain kommt jedenfalls jeder auf seine Kosten.

Epizentrum der Sauereien ist der Stadtteil Juffair. Da wo ich auch mein Hotel hatte. Dort findet man eben genau deswegen eine große Auswahl für fast jeden Geldbeutel. Außerdem hat die Ecke den Vorteil, dass alle möglichen Restaurants und Fast Food Läden und sonstige Shopping Möglichkeiten hier vertreten sind.

In Juffair ist also richtig was los und man findet ein pulsierendes Nachtleben vor. Die Naval Support Activity Bahrain, eine amerikanische Militär Basis, ist auch gleich um die Ecke und ist wahrscheinlich auch der Grund warum das hier so entstanden ist. Auch deren lieblings Fressläden sind hier gut vertreten.

Außerdem findet man in ganz Bahrain eine große Restaurant Auswahl von den Gastarbeiter Nationen. Das sind besonders Inder, Pakistani, Thais, Indonesier, Filipinos und weitere. Da sollte doch für jeden was dabei sein.

Das sollte auch für mich das touristische Tageshighlight sein. Der Besuch in einem indonesischen Restaurant. Da ist man dann völlig verwirrt wenn ein deutscher Heinz, in Bahrain aufkreuzt und zwei drei Worte indonesisch kann. Man wird herzlich aufgenommen und es gibt natürlich lecker Essen. Soviel, dass ich gar nicht alles geschafft habe und mir den Rest habe einpacken lassen.

Vom Restaurant aus wurde dieses Mal mit ausreichendem Zeitpuffer das Spiel in Isa Town angesteuert.

Navigiert wurde übrigens mit einer Bahrainische SIM Karte von Zain im Handy. Diese gibt es für schlappe 8 BHD (ca. 18 Euro). Sie ist dafür aber auch 1 Monat lang gültig und hat 24 GB. Es gibt auch hier leider keine kleinere Nutzungsdauer.

Der Preis für einen ganzen Monat ist in Ordnung, aber für ein paar Tage ist es zu viel. Naja, was kostet die Welt?

Busfahren kann in Bahrain übrigens eine ganz große Freude sein. Der Verkehr ist stellenweise ein einzige Katastrophe und Autofahren wurde hier auch nicht erfunden.

Dazu kommen diese ewig langen Ampel Wartezeiten. Jedes Mal wenn man eine große Hautpstraße queren will und es nicht innerhalb der Ampelphase schafft, darf man erstmal 5 Minuten auf die nächste warten. Wenn du dann mal drüber ist, hast du natürlich genau den einen Hansel der direkt dahinter an der Bushaltestelle raus will und die Kiste steht wieder. Auf Dauer echt nervig. Also nicht unterschätzen und immer viel Zeit einplanen!

In Isa Town gibt es einen zentralen Busbahnhof und direkt daneben die Scheich Khalifa Sport City mit unter anderem dem Fußballstadion und der Sporthalle. Diese hatte ich bereits 2018 mit einem Basketballspiel gekreuzt und konnte nur einen traurigen Blick auf das leere Stadion nebenan werfen.

Heute sollte es dann auch endlich mal Fußball hier geben und das gleich mit einer Doppelveranstaltung 18:30 und 21:00 Uhr.

Los ging es mit dem mäßig besuchten Spiel Al Hala Club vs Budaiya Club. Der Eintritt war auf Hauptribüne und Stahlrohr Gegentribüne frei. Mit einer kleinen Laserpistole wurde nur kurz am Handgelenk die Körpertemperatur gecheckt und schon durfte man das Stadion betreten.

Ich schaute mir das Spiel von der Gegengerade an.

Der Budaiya Club verliert gegen den Al Hala Club vor ungefähr 150 Zuschauern. Diese wurden zum Ende hin immer mehr, da nun bereits die Zuschauer für das zweite Spiel ins Stadion kamen.

Stadion:

Riffa – Stād al-Bahrayn al-Watanī (Bahrain National Stadium)

Spiel:

16.09.2021 – Al Ahli Club vs Manama Club
Bahrain, Premier League – 1:1 – Z: 300

Bilder aus Bahrain: http://www.sportandtravel.de/2021-09-17-bahrain/

Report:

Der nächste Länderpunkt musste her und zwar noch quicker und dirtyer als zuvor Usbekistan. Wie auch zu Usbekistan gibt es zu Bahrain eine Vorgeschichte. Hier war ich nämlich schon. Nur eben nicht zum Fussball.

Auf dem Weg nach Südostasien hatte ich das mal aufwändig eingebaut. Alles war natürlich spitz auf Knopf geplant und ich hatte nur einen Tag Auffenthalt. Was passierte? Richtig! An dem Tag war kein Fussball. Immerhin habe ich dann als Alternativprogramm den Basketball Länderpunkt gemacht. Die Bilder und den Bericht dazu gibt es hier: http://www.sportandtravel.de/20180412-al-muharraq-vs-al-ahli/

Bahrain und ich hatten also noch eine offene Rechnung die nun beglichen werden konnte. Am Ende war es aber ich, der bezahlte. Denn Bahrain ist nicht günstig. Das Land hat eine der stärksten Währungen der Welt und er Euro ist hier nicht ganz so viel wert.

Außerdem war ein Visum fällig. Dieses gibts “on arrival” wie wir frequent flyer sagen oder vorab online. Es kostet nur 9 Bahrain-Dinar (BHD). Hört sich nicht viel an, sind aber auch schon wieder gute 20 EUR.

Damit nicht genug. Es ist verpflichtend die bahrainische BeAware App herunterzuladen und über diese eine Gebühr von 36 BHD (ca. 82 EUR) zu zahlen. Die ist in der Theorie für drei PCR Tests. Einer bei Einreise, einer fünf Tage nach Einreise, einer zehn Tage nach Einreise.

Selbstverständlich nur wenn man so lange bleibt. Wenn man eher abreist sind die letzten beiden Tests aus bahrainischer Sicht nicht notwendig. Sie müssen trotzdem bezahlt werden. Es gibt keine Möglichkeit das an die Auffenthaltsdauer anzupassen.

Bevor man den Flieger besteigen und in Bahrain einreisen darf, muss man zusätzlich bereits in Deutschland einen negativen PCR machen, der nicht älter als 72 Stunden ist und beim Check in am Flughafen in Deutschland vorzeigen. Da gehen die nächsten 25 Euro für drauf. Da haben wir in Hamburg mit dem Gurgeltest sogar noch eine günstige Version. So ein PCR Test ist ja auch gerne mal teurer.

So ballert man also direkt mal über 125 EUR raus und ist noch nicht mal losgeflogen. Das übernahm die Lufthansa für gutes Geld. Ein Hotel war auch noch fällig, was zumindest preislich ok war. Insgesamt kommt für den Trip aber gut was zusammen.

Über die ganze Zeit, die man in die Planung, Vorbereitung und administrative Abwicklung investiert hat, reden wir da noch gar nicht. Ich will doch nur ein paar Tage nach Bahrain! Groundhopping mit der Brechtstange!

Nun gehts aber los. Mittwoch Morgen ab Hamburg über Frankfurt nach Bahrain.  Mit einem Stopover in Riad der Hauptstadt von Saudi-Arabien. Das heißt wer da raus will steigt aus, wer weiter nach Bahrain will bleibt im Flieger sitzen. Abends bin ich dann am Bahrain International Airport angekommen.

Hier läuft dann alles gut organisiert. Die Einreise war kein Problem. Das Visum war bezahlt, der Pass in Ordnung, die App auf dem Handy und auch dort die PCR Test Gebühren bezahlt. Kurzer Blick in den Pass, Stempel rein und welcome to Bahrain!

Dann wird man weitergeleitet Richtung Gepäckbänder wo auch der PCR Test bei Ankunft statt findet. Ein Schreibtisch wo nochmal Daten vom Pass eingetippt wird und eine bahrainische Bescheinigung für den bestehenden Impfschutz ausgestellt wird. Das ist quasi ein Kärtchen, dass die in Deutschland erfolgte Impfung bzw. das EU Impfzertifikat in Bahrain anerkannt wird. Steckt man mit in den Pass, kam aber im Verlauf der Reise nicht mehr zum Einsatz.

Dann geht man ein paar Meter weiter zum nächsten Schreibtisch. Da saßen zwei gut gelaunte junge Bahrainerinnen die den Abstrich mit dem Stäbchen vornahmen. Mit denen habe ich dann ein bißchen rumgealbert und meinen unwiderstehlichen Charme spielen lassen. Schon bekommt man das Stäbchen nur in ein Nasenloch, nicht in den Rachen und nicht bis zum Anschlag reingezimmert. Ganz zärtlich also. Geht doch!

Danach hat man sich auf direktem Wege zu seiner Unterkunft in Quarantäne zu begeben. Das wird aber nicht wirklich streng kontrolliert. Man kann schon noch mal links und rechts des Weges vielleicht was einkaufen oder Essen besorgen. Das habe ich dann auch gemacht.

Das Ergebnis gibt es nach ca. 12 Stunden und wenn das negativ ist, kann man sich als vollständig Geimpfter in Bahrain frei bewegen. Da war es gut geplant, dass ich abends ankam. Die Nacht über schlief ich eh im Hotel und am nächsten Tag war das Ergebnis da. Das war auch bei mir so und ich konnte das Hotel verlassen.

So ein Gerammel für eine kurze Reise nach Bahrain. Machen sich mal n Begriff!

Eine positive Übberraschung war das Hotel. Ein neues Hochhaus mit möblierten Apartments. Da noch nicht so viele Touristen wie vor Corona kommen, erhielt ich ein upgrade auf ein größeres Apartment. Viel zu groß für mich aber warum nicht.

Am Donnerstag Abend ging es dann zum Fußball ins National Stadion. Ich fuhr mit dem einzigen öffentlichen Verkehrsmittel, dem Bus. Dazu hatte mir ein eine 7 Tage Buskarte besorgt. Ich war zwar nicht so lange da, aber das ist die kleinste mögliche Zeitspanne. Die Karte kostet 3 BHD für eine Woche plus eine Einmalgebühr von 1 BHD für die wiederaufladbare Plastikkarte. Insgesamt also 9 Euro.

Eine einfache Fahrt kostet 300 Fils (die Unterwährung des Bahrain Dinars) und das sind ca. 70 Cent. Da lohnt sich die Karte irgendwann. Besonders da bei jedem Umstieg neu bezahlt werden muss.

Dank absolut grauenhaftem Verkehr kam ich kurz vor knapp am Stadion an und musst noch eine Zwischensprint hinlegen um pünktlich zu kommen. Da es auch abends noch super warm ist, brauchte ich fast die ganze erste Halbzeit um mich davon zu erholen.

Dafür gab es gleich zu Beginn der Tour das National Stadion von Bahrain und gleichzeitig das größte Stadion des Landes zu sehen. Ein 35 Tausender mit überdachter Haupttribüne und unüberdachter Gegengerade. Beide Tribünen reichen bis hinter die Tore, sind aber nicht miteinander verbunden und direkt hinter den Toren gibt es keine Plätze für die Zuschauer.

Genügend Platz also für die 300 Zuschauer die auf der Gegengeraden freien Eintritt hatten. Auf der Hautptribüne wurden VIP Tickets für 5 BHD angeboten. Ob es dafür nur gepolsterte Sitze und Tee oder ein all you can eat Buffet gab kann ich leider nicht sagen.

Ein ca. 30 Mann starker Fanblock vom Manama Club versuchte etwas Stimmung zu machen. Das wirkte in dem riesigen Stadion natürlich etwas verloren, aber immerhin rafft sich überhaupt jemand auf.

Mich wunderte, dass von Al Ahli kein wirklicher Support kam. Diese stellten zumindest damals beim Basketball einen stattlichen Stimmungsmob und zeigten was so geht. Fußball scheint sie nicht so sehr zu interessieren. Schade eigentlich.

Der Länderpunkt war nach einem Unentschieden zwischen dem Al Ahli Club und dem Manama Club eingefahren und ich hätte ihn direkt mit einem Revisit ein paar Minuten später bestätigen können. Heute fand hier wie so oft eine Doppelveranstaltung statt. Da war ich aber wenig motiviert und ich musste ja auch wieder zum Hotel zurück kommen.

Also ging es nach dem Spiel mit dem Bus wieder zurück nach Juffair.