"Wir machen gut Strecke!"

39.) Litauen

Stadion:

Šiauliai – Savivaldybės stadionas / Miesto stadionas

Spiel:

07.08.2020 – FA Šiauliai vs FC Džiugas Telšiai
Litauen, LFF I Lyga – 1:3 – Z: 300

Bilder aus Jūrmala – Lettland: http://www.sportandtravel.de/2020-08-07-jurmala-lettland/

Report:

Ein kurzer Sommerurlaub war für Sektion Indonesien und mich in Litauen und Lettland geplant. Zur Zeit steht leider alles im Schatten von Corona, aber aus Reise- und Fussballsicht stehen die baltischen Staaten dem als Fels in der Brandung entgegen. Die Länder befinden sich nicht auf der Risikoliste und Fussball wird unter halbwegs normalen Bedingungen vor Zuschauern gespielt.

Mit Direktflügen ab Hamburg durchgeführt von Air Baltic ist man in nicht mal anderthalb Stunden in Rīga. Donnerstag Abend angekommen holten wir am Flughafen unseren Mietwagen für das Wochenende ab. Von da aus ging es direkt ins Spice Shopping Centre wo Madame gleich mal zwei neue Sommerhosen abstaubte und sich zur Feier des Tages ins LIDO Restaurant einladen lies.

Hier fiel uns gleich der aktuelle Unterschied zu Deutschland auf. Es werden so gut wie keine Masken getragen und sie sind scheinbar keine Pflicht. In Bus und Bahn wird auf Schildern darauf hingewiesen aber daran hält sich so gut wie keiner.

Am nächsten Tag fuhren wir frühzeitig ins Ostseebad Jūrmala. Bereits kurz nach 10:00 Uhr waren wir dort und bekamen so noch einen guten Parkplatz in Strandnähe und wenige hundert Meter von der Flaniermeile entfernt. Minütlich wurde es dann voller am Strand. Hier verbrachten wir dann bei herrlichem Wetter und angenehmer Wassertemeperatur unseren Tag.

Bevor es wieder Richtung Rīga ging machten wir noch einen Spaziergang durch den mondänen Badeort mit seinen alten und neuen Sommerresidenzen. Bilder gibt es wie immer oben im Link.

Abends machte ich mich dann auf den Weg ins ca. 130 km entfernte Šiauliai in Litauen. Hierfür braucht man dann mindestens zwei Stunden. Heute sogar etwas mehr, da ich in die Rush Hour und den Wochenendverkehr rein fuhr. Eine Baustelle aus Rīga trug zusätzlich ihren Teil zum langsamen Vorankommen bei. Außerdem ist Litauen das Brandenburg Europas. Endlose Landestraßen mit weit auseinander liegenden Orten und vielen 70 Zonen und Blitzern.

In Šiauliai kam ich eine gute Stunde vor Anpfiff an. Auch hier war alles entspannt. Man geht einfach an das Kassenhäuschen, kauft sich ein Ticket und kann ohne weitere Auflagen dem Spiel beiwohnen. Für schlappe 3 Euro erhalten die Zuschauer Eintritt.

Es gab nur eine Preiskategorie und die Zuschauer konnten sich frei im Stadion bewegen. Die Heimfans saßen auf der Haupttribüne und die meisten Gäste auf der Gegengeraden. Diese waren mit einer ganzen Busladung aus dem etwas über 70 km entfernten Telšiai angereist.

Sie hatten ein paar Fahnen im Gepäck und unterstützten mit Getrommel und ein paar Liedchen ihren FC Džiugas Telšiai oder aber auch Telšių futbolo klubas Džiugas. Zum Auswärtssieg wurde am Ende des Spiels sogar gezündet. Auf Heimseite wurde auch gejubelt, aber ein richtiger Stimmungsblock war nicht auszumachen. Insgesamt war das schon viel mehr als in der zweiten litauischen Liga erwartet.

Im Stadion wurde unter anderem das in diesen Gefilden bekannte Knoblauchbrot verkauft. Zusammen mit RC Cola der nächste kulinarische Höhepunkt der Reise.

Durch die litauische Nacht ging es für mich dann wieder zurück nach Rīga wo es in den nächsten Tagen mit Urlaub und ein wenig Fußball weiter gehen sollte.

Stadion:

Utena – Utenio stadionas

Spiel:

23.07.2016 – FK Utenis Utena vs FK Žalgiris Vilnius
smscredit.lt A Lyga – 2:4 – Z: 475

Vielen Dank an Pietų-IV Ultras für die Bilder und zusätzlichen Informationen!
Ačiū už nuotraukas ir papildomos informacijos Pietų-IV Ultras!

https://de-de.facebook.com/pietu4ultras/

Report:

Weiter geht die wilde Fahrt durchs Baltikum. Heute sollte es nach Utena in Litauen gehen. Schlappe 200 km von Riga entfernt.

Der Škoda gab alles, trotzdem landeten wir einmal auf dem letzten Waldweg den wir erst mal ein paar Kilometer gefahren sind bis wir uns einig waren hier stimmt was nicht weil er einfach nicht aufhören wollte, kaum noch Häuser am Wegesrand hatte und selbst für lettische Verhältnisse sehr wenig Autos unterwegs waren. Unser Zeitpuffer schmolz immer mehr dahin. Also umgekehrt und neu orientiert.

Trotz des kleinen Ausflugs in die Natur schafften wir es wieder auf nicht enden wollenden Landstraßen noch eine halbe Stunde vor Anpfiff nach Utena. Zu Gast der Haupstadt Club Žalgiris der einige Fans mitbrachte. Der Stimmungsmob stellte sich geschlossen auf und unterstützte das ganze Spiel über. Zur zweiten Halbzeit wurde noch eine kleine Rauchshow in den Vereinsfarben Grün und Weiß geboten.Ausserdem wurde noch ein Banner für den FC Dnipro präsentiert.

Nach dem Spiel feierten die Žalgiris Fans und die ganze Mannschaft ein Mitglied, das heute zu seinem 600ten Auswärtspiel für Žalgiris und die Nationalmannschaft fuhr und die Ultra Bewegung mit begründet hat. Top Lad!

Auf Utena Seite nur das normale Publikum das hier und da mal klatschte und beim Spiel und den Toren mitging. Davon gab es einige zu sehen, nämlich 6 insgesamt. Davon schoss Žalgiris 4 und nahm die 3 Punkte mit in die Hauptstadt.

Das Waldstadion in Utena ist gar nicht verkehrt nur über die Farbgebung sollte man noch mal nachdenken. Das ist einfach zu viel!

Nach dem Spiel mussten noch 420 km Fahrtstrecke bis nach Liepāja absolviert werden, das meiste davon wieder diese sich ewig ziehenden Landstraßen auf denen offiziell nur 90 km/h erlaubt sind.

Auch diese wurden von mir allein heruntergerissen. Ich hatte irgendwie nen Lauf und der Rapid brauchte Auslauf und so konnte der feine Herr G. gemütlich nebendran sitzen und Knoblauchbrot knuspern.

Irgendwann gegen 1:30 Nachts war auch das erledigt und wir kamen am Hotel an. Da gabs zum Abschluss oder besser gesagt zum Start in den bereits neuen Tag noch den Knaller, dass das Hotel voll war und unsere Buchung storniert hatte. Kack Hotel, Kack Mitarbeiter, Kack Kommunikation, Kack Service!
Noch n bißchen mit dem unfreundlichen Primaten an der Rezeption diskutiert aber nichts zu machen. Von anderweitigen Lösungen des Problems ganz zu schweigen.

Wir waren erst mal bedient, aber das hilft ja alles nichts. Also schnell online ne günstige Absteige (11 Euro pro Nacht und Person) gebucht und gegen 3:00 Nachts konnte man endlich ins Bett fallen. Was für ein Geraffel!

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