Stadion:
Gdańsk – Polsat Plus Arena (Stadion w Gdańsku)
Spiel:
19.05.2024 – Lechia Gdańsk vs Arka Gdynia
Polen, I.Liga – 2:1 – Z: 36.483
Bilder aus Gdańsk :
Report:
In der zweiten Liga Polens stand das große Dreistadt Derby bzw. Derby Trójmiasta Lechia gegen Arka an. Das auch noch zum Ende der Saison mit der Paarung Erster gegen Zweiter. Lechia und Arka sollten außerdem unter voller Kapelle auflaufen.
Da hatte ich ein Auge drauf und dachte mir, zur Not fährt man da spontan mit dem Auto hin. Sind ja nur knapp 800 km. Dann wurde da plötzlich ausverkauft gemeldet. Bitte was? Der Hobel ist doch nie ausverkauft. Nicht mal gegen Legia oder sowas in der Flughöhe.
Das war mir für einen spontanen Besuch dann etwas zu heiß und wäre im nachhinein ganz sicher in die Hose gegangen. Also musste in den ganz sauren Apfel gebissen werden und über einen dubiosen Zweitverkäufer zu kriminell überteuerten Preis ein Ticket geschossen werden. Wahrscheinlich das teuerste Ticket, dass ich jemals gekauft habe. Einfach nur frech! Anzeige ist raus!
Auf Autofahren hatte ich dann auch keine Bock, also wurde außerdem kurzfristig ein Direktflug nach Danzig gebucht. Auch nicht ganz günstig, aber Groundhopping muss ja bekanntlich weh tun. Besonders im Geldbeutel! Was macht man nicht alles für eine schönes Wochenende im noch schöneren Polen. Selbst schuld wenn man sich nicht rechtzeitig kümmert! Um sich das ganze Gerammel schön zu reden, verbuchen wir das einfach mal als verspätetes Geburtstaggeschenk.
Also ging es von Samstag bis Dienstag, wobei der Montag ein Feiertag war, an die Ostsee. Im Zentrum hatte ich mir ein kleines Apartment gebucht. Das war mal wieder ein ganz wilde polnische Konstruktion, erfüllte aber seinen Zweck.
Von da aus ging es auch kaum eine Stunde nach Ankunft direkt weiter zum Handball: http://www.sportandtravel.de/2024-05-18-energa-wybrzeze-gdansk-vs-zepter-kpr-legionowo/
Samstag war dann der große Tag und ich war bereits vor Stadionöffnung an der Sponsoren Arena. Wegen seiner äußeren Erscheinung auch gerne mal „Bernsteinstadion“ genannt.
Auf Lechia Seite waren bereits Choreo Vorbereitungen zu erkennen, während die Arka Fans an den Eingängen zum Block warteten um dann ein halbe Stunde vor Spielbeginn geschlossen und komplett in gelben Kapuzensweatshirts den Block zu stürmen. Dabei flogen ein paar Fakeln auf den Platz und die zahlreich vertretene Robocop Polizei.
Danach folgte nur noch Spektakel. Hier ein ganz kurzer Abriss der Ereignisse, ansonsten lasse ich Billder sprechen: Arka lieferte mehrere Pyro- und Blinker Aktionen. Lechia zeigt zwei Choreos inklusive massenhaft Pyro. Die Choreos blieben jeweils mehrere Minuten oben, so dass alle darunter lange Zeit nichts sehen konnten. Ich schätze mal ein Teil der Fankurve hat Netto vielleicht eine Halbzeit gesehen. Es fiel sogar ein Tor für Lechia währenddessen. In Polen alles kein Problem, dann wird halt im Dunkeln unter einer Block gejubelt.
Schon wild das so lange durchzuziehen. Zur Feier des Tages wurden eine ganze Menge geklaute Arka Klamotten und Fahnen am Zaun der Lechiakurve angebracht und in einem großen Freudenfeuer abgefakelt.
Lechia gewinnt 2:1 und macht somit den Aufstieg klar. Damit wurde die endgültige Extase erreicht. Arka muss in die Relegation und verspielte diese leider. Somit gibt es im nächsten Jahr leider kein Aufeinandertreffen in Polens höchster Spielklasse. Was bleibt ist ein absolutes Wahnsinns Derby im schönen Danzig an der Ostsee!























































































Stadion:
Przylep – Zarzad Towarzystwo Sportowe Przylep
Spiel:
05.05.2024 – TS Przylep vs Rakovia Raków
Polen, Lubuska Klasa B Grupa Zielona Góra 8 – 9:0 – Z: 130
Report:
Am Tag des Speedway Derbys war erstmal relaxen angesagt. Wir verlängerten einfach den Check-Out in unserem Hotel für ein paar Stunden. So ging es morgens ans Frühstücksbuffet und danach wieder ins Bettchen. Gegen Mittag hüpften unser Unkörper nochmal in den Pool.
Erst nach 14:00 verließen wir das Hotel. Da das Derby erst am Abend stattfinden sollte, war noch Zeit für lokalen Fußballsport in einem Vorort von Zielona Góra. Es wäre sogar noch ein Rammel-Kick zur Mittagszeit drin gewesen, aber man kann es auch übertreiben. Ein weiterer fast ausbauloser Sportplatz aus den Niederungen des polnischen Fußball ist uns so entgangen und wir begnügten uns mit dem glorreichen TS Przylep um 15:00 Uhr.
Hier gibt es einen Sportplatz mit einer Stahlrohrtribüne mit Plastikstühlen auf einer Seite. Der Eintritt war frei und um eine Art Ticket in der Hand zu halten, kaufte ich mir ein Los am Imbissstand. Gewonnen habe ich aber nichts. Der Lossieger dagegen, ging mit einem neuen Trikot nach Hause.
Am Stand gab es nur alkoholfreies Bier doch Timonchen dürstete es nach Alkohol. Grillmeister und Vereinsoffizielle hatten aber wie von Zauberhand Bier mit Alkohol vor sich stehen, dass wohl nicht offiziell verkauft werden darf.
Dort fragten Timon und ich dann mal ganz vorsichtig nach und gastfreundlich wie man beim TS Przylep ist, bekam er nun auch die gewünschten Getränke.
Nicht nur Timonis schenkte sich dann ordentlich ein, sondern auch der TS Przylep den Gästen von Rakovia Raków. Ganze neun Tore wurden den Gästen verpasst. Beste Laune also bei den Hausherren und den Zuschauern.
Hierbei kamen wir noch mit eine Vereinsoffiziellen und Betreiber des Instagram Accounts ins Gespräch. Er konnte deutsch und wusste sogar was Groundhopping ist. Wer also in beim unterklassigen Fußball in der Region etwas Hilfe braucht, kann dort sicher mal nachfragen. Nachdem wir ihm erklärten, dass es danach noch zu Falubaz geht, konnte er uns sogar halbwegs nachvollziehen. Viele Grüße also an den hopperfreundlichen TS Przylep!
Nach dem Spiel ging es im flotten Tempo auf dem Ring von Zielona Góra einmal um die Stadt und wieder zu unserem Hotel wo wir dankenswerterweise den Bronco Buster sicher, ohne großes Suchen und vor allen Dingen nah am Speedway Stadion abparken konnten.












Stadion:
Zielona Góra – Stadion MOSiR boisko sportowe 2
Spiel:
04.05.2024 – Lechia Zielona Góra vs Warta Gorzów Wielkopolski
Polen, III liga, gr. III – 1:1 – Z: 250
Report:
Mit dem Kollegen Timon wurde das schöne Zielona Góra als Ziel für das “two boys one cup – Wochenende” ausgegeben. Hauptatraktion sollte das Speedway Derby Falubaz gegen Stal Gorzów am Sonntag Abend werden.
Also wurde der Bronco Buster gesattelt und es ging von der alten Heimat in Richtung Polen mit einem Zwischenstopp beim Jesus in Świebodzin, da der Kulturbanause noch nicht da war. Für mich war es mittlerweile der dritte Besuch. Um Himmelswillen! Aber so tragen wir alle unser Kreuz, wie wir im Vatikan sagen.
Nebenan, zwischen schönsten Plattenbauten, gönnten wir uns noch ein paar feste und flüssige Köstlichkeiten in einer Pizzeria. Danach ging es noch ein paar Kilometer weiter nach Zielona Góra wo wir uns ins edle ForRest (englisches Wortspiel) Hotel eingemietet hatten.
Bereits gegen 15:00 sprangen wir in den hauseigenen Pool. Nach ein paar frechen Wasserspielen sollte noch ein weiterer Programmpunkt folgen. Lechia Zielona Góra lud zum Heimspiel gegen Warta Gorzów Wielkopolski, also aus der selben Stadt aus der auch der Speedway Derby Gegner am nächsten Tag kommt. Was für ein Zufall. Noch besser wäre es gewesen wenn der Platzhirsch Stilon Gorzów der Gegner wäre. Man kann nicht alles haben, obwohl ich die Brecher von Stilon mit Python 1 und Python 2 schon gerne in Action gesehen hätte.
Ein kleiner Schockmoment ereilte mich beim Betreten des Stadions. Gähnende Leere im Leichtathletik-Stadion, das in meiner uninformierten Welt das Hauptstadion von Lechia ist. Es wurde sich daneben auf dem ehemaligen Nebenplatz warm gemacht und auch die Zuschauer sammelten sich um diesen Platz herum.
Am Ende halb so schlimm, denn hier steht immerhin eine Tribüne und es gibt sogar einen Gästekäfig. Also doch noch ein vorzeigbarer Ground, aber kein Vergleich zum großen Leichtathletik Hobel. Dieser wird, nach Info eines Offiziellen, von der zweiten Mannschaft bespielt. Der Zielona Góra Komplettierer weiß also was zu tun ist!
Das Schöne an Timontis ist, dass er kein Groundhopper ist, ihm das mit den Stadien reichlich egal ist und man sich auch mal normal ohne dieses ganze Hopper Nerd Gelaber unterhalten kann. Herrlich! Der Kollege will einfach nur einen netten Ausflug mit n bisschen Action. Das wurde auch geliefert.
Wie sich das gehört wurde der Kielbasa Grill angeschmissen und die riesen Würste hießen im Verlaufe des Wochenendes nur noch Afterdehner. Da hatten wir richtig Bock drauf. Timonsen schüttete dazu noch feierlich Bier drauf. Die Sonne schien und am Rande des örtlichen Schwimmbads unter Nadelbäumen kam richtiges Campingplatz-Urlaubs-Feeling auf.
Bei einigen mitgereisten Gästen aus Gorzów muss wohl die Kombination aus Bier und Sonne gewirkt haben, denn er fiel um und mussten durch herbeigerufene Notfallsanitäter versorgt werden. Zum Glück hat sich der Kollege dann wieder erholt.
Das Spiel wurde deswegen für ein paar Minuten unterbrochen, aber als absehbar war, dass es dem Herrn besser geht, konnte weiter gespielt werden.
Schön zu sehen, dass in Polen noch normal Fußball gespielt wird, ohne ewige Unterbrechungen (abgesehen von medizinischen Notfällen) und endlose Nachspielzeiten. Selbst mit der heutigen Unterbrechung, dauerte das ganze nur knapp zwei Stunden.
Um die 250 Zuschauer waren dabei, ohne größere Fanaktivitäten, bis auf ein paar unauffällige Gäste und eine kleine Gruppe von Kids die zum Ende des Spiels ein bisschen Ultra spielte.
Nach dem Bier- und Kielbasa-Inferno war auch das Abendessen erledigt und wir konnten in ein paar Minuten zurück zu unserem Hotel fahren und erneut in den Pool springen. Das war schon mal ein guter Auftakt!






















Stadion:
Świnoujście – Stadion Miejski w Świnoujściu
Spiel:
30.03.2024 – MKS Flota Świnoujście vs KS Polonia Środa Wielkopolska
Polen, III liga grupa: II – 3:0 – Z: 470
Report:
Für ein paar Tage Ostsee-Osterurlaub ging es mit Sektion Indonesien ins schöne und bereits bekannte Świnoujście wo der deutsche Heinz noch was bekommt für sein Geld. Zum Beispiel ein schönes Apartment mit Stellplatz und Indoorpool.
Auch shoppen kann man hier ziemlich gut oder ins Restaurant der tausend polnischen Köstlichkeiten gehen.
Da es im näheren Umkreis für mich kein brauchbares Spiel gab, lief ich spontan zum Zweitbesuch zu Flota. Hier gibt es mittlerweile eine überdachte Tribüne. Das sollte doch Grund genug sein. Außerdem lief mir noch Tim über den Weg, den ich zuletzt in Tunesien traf.
Im Stadion war nicht allzu viel los, da man sich hier maximal gegen größere Gegner aufrafft. Środa Wielkopolska gehört leider nicht dazu. Wenigstens das kulinarische Angebot war lecker und reichhaltig. Da ist in Polen drauf Verlass.
Nach dem ereignislosen Kick wurde auch ganz schnell wieder auf Urlaubsmodus umgestellt.













Stadion:
Kraków – Stadion Miejski im. Władysława Kawuli
Spiel:
17.03.2024 – Wisła Kraków II vs LKS Watra Białka Tatrzańska
Polen, IV Liga, Grupa małopolska
2:1 – Z: 150
Bilder aus Krakau:
http://www.sportandtravel.de/2024-03-17-krakow-polen/
Report:
Am Sonntag des Krakau Wochenendes sollte es ruhiger angegangen werden, aber trotzdem war ich zur unchristlichen Zeit um 11:00 Morgens bereits wieder beim Fußball.
Die Zweite Mannschaft von Wisła Kraków rief zum Heimspiel gegen Watra Białka Tatrzańska im Stadion Miejski im. Władysława Kawuli, der eigentlichen Spielstätte von Prądniczanka Kraków.
Diese war nur eine kurze Busfahrt von meinem Hotel entfernt. Ca. 150 Zuschauer kamen bei freiem Eintritt zum Spiel. Richtige Fangruppierungen gab es dabei nicht, es wurde nur in der Sonntagssonne Fußball geschaut.
Hier traf ich noch Fotografen von Wisła, die auch am Freitag beim Heimspiel der Ersten Mannschaft aktiv waren und auch beim Oberschlesien Derby bei den Freunden von Ruch ihre Fotos machten.
Ohne Verkaufstand, aber mit zwei Kaffee aus dem Automaten verbrachte ich das Spiel eine Zeit lang als professioneller Sportfotograf am Spielfeldrand und den Rest des Spiels auf der Tribüne.
Danach sollte es noch etwas Sightseeing geben und ich war ich kurz nach 13:00 bereits an der Wawel Festung. Das war nur möglich, da hier noch normal Fußball gespielt wird, also ewiges Nachspielzeit Gerammel bei dem Spiel mittlerweile mindestes 2 Stunden und mehr dauern.
Bei bestem März Wetter war der letzte Programmpunkt ein Rundgang durch Krakau um noch ein bisschen Touriprogramm zu erledigen und am Montag flog ich dann ganz entspannt gegen Mittag zurück nach Hamburg. Krakau ist eine top Stadt und wird hiermit weiterempfohlen. Hier kann ich durchaus nochmal vorbei schauen um zum Bsp. Hutnik mal einen Besuch abzustatten.



























Stadion:
Chorzów – Stadion Śląski
Spiel:
16.03.2024 – Ruch Chorzów vs Górnik Zabrze
Polen, Ekstraklasa – 2:1 – Z: 37.000
Report:
Nach einer wilden Fahrt auf Polens Mautautobahnen kam ich heil in Chorzow an und näherte mich dem Stadion Śląski sozusagen von hinten und konnte so einem größeren Anfahrtsstau entgehen. Auf eine etwas versteckten Parkplatz ging es dann ein paar Minuten zu Fuß durch einen Park zum Stadion.
Das Stadion Śląski ist das frisch renovierte Nationalstadion, das heute zum ersten Mal nach der Renovierung das Oberschlesien Derby austragen durfte. Hier gibt es Platz für fast 55.000 Zuschauer bei Fußballspielen. Nicht ganz 40.000 werden es heute gewesen sein.
Normalerweise spielt Ruch im eigenen Stadion Miejski w Chorzowie. Dieses wäre für das Derby aber viel zu klein und erfüllt ganz sicher nicht die geforderten Sicherheitsauflagen.
Das Oberschlesien Derby ist das Aufeinandertreffen von Ruch Chorzów und Górnik Zabrze. Aktuell mit dem Weltmeister und Publikumsliebling Lukas Podolski bei Górnik.
Es stand auf der Kippe ob Gäste kommen, da Ruch nur ca. 2.000 Gästetickets raus geben wollte und das obwohl kurz vorher Legia mit ca. 5.000 Leuten zu Gast sein konnte.
Zum Glück tauchten die Zabrze Fans doch auf, wenn ich das richtig gesehen habe auch mit weit mehr als die anfänglich zugesagten 2.000 Tickets.
Im Stadion traf und sah ich dann Deutsche Nasen überall. Das hatte ja schon Belgrad Derby Ausmaße. Der Hopper Mob zu Recht heiß! Hamburg war auch mit einer ganzen Ladung da. Grüße gehen an Sascha und Butcha. Insbesondere beim letztgenannten empfehle ich dringend einen Besuch des Instagramm Profils (rumbutchan), da dort hoch professionelle Bilder des Spiels und von vielen weiteren Spielen und Reisen zu finden sind!
Es hat sich jedenfalls für alle geloht. Es gab mehrere Aktionen zu sehen. Das alles im einzelnen aufzuzählen wäre zu viel von daher lasse ich Bilder und eine Video (auf dem sportandtravel youtube Kanal) sprechen. Ruch hat im Prinzip alles rausgeblasen was geht. Pyro, Rauch, Choreo. Das volle Programm. Auch die Torcida von Górnik zeigte zur zweiten Halbzeit eine Fahnen und Pyroaktion.
Ich würde behaupten eines der besten Spiele die man überhaupt in Polen sehen kann. Da können nur ein paar wenige große Begegnungen in der Liga und das polnische Pokalfinale (je nach Endspielgegnern) mithalten oder das noch toppen.
Das Spiel endet mit einem Sieg für Zabrze und Poldi führte den Feiertross vor dem Gästeblock an.
Danach ging es mit dem Mietwagen zurück nach Krakau. Sobald ich auf der Autobahn war, steuerte ich direkt das erstbeste amerikanische Gourmet Restaurant an, da ich den ganzen Tag so gut wie nichts gegessen hatte. Ich versuche sowas normalerweise zu vermeiden, aber ich hatte eine Banane zwischendurch und das wars. Im Stadion Śląski waren die Imbisse völlig überfüllt und irgendwann auch noch ganz leer gefuttert. Da war die Planung auch eher suboptimal.
So ging es also endlich gestärkt auf die letzte Etappe des Tages. Den Mietwagen habe ich noch abgegeben und dann ging es per Straßenbahn zurück ins Hotel und ab ins Bett. Ein weltklasse Fußballtag!



















































Stadion:
Kraków – Cracovia-Stadion Józef Piłsudski
Spiel:
16.03.2024 – KS Cracovia vs Widzew Łódź
Polen, Ekstraklasa – 2:2 – Z: 10.111
Bilder aus Krakau:
http://www.sportandtravel.de/2024-03-17-krakow-polen/
Report:
Am Samstag Vormittag besorgte ich mir einen Mietwagen um direkt nach dem Cracovia Heimspiel in Richtung Chorzow zum Oberschlesien Derby aufbrechen zu können. Es wäre vielleicht auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu schaffen gewesen, aber ich wollte das Schicksal lieber in eigenen Händen halten.
Nach der Fahrzeugübernahme fuhr ich dann direkt zum Cracovia-Stadion Józef Piłsudski und gönnte mir einen Bezahl-Parkplatz in Abschussrichtung direkt am Stadion. Dieses ist nur wenige hundert Meter vom Stadion des Stadtrivalen entfernt. Es befindet sich in Sichtweite und ist nur durch die Błonia-Wiesen, eine öffentliche Parkanlage, getrennt.
Heute sollte es ein Spiel in der Ekstraklasa sein, also der höchsten Spielklasse in Polen.
Bei meiner Fotorunde im Stadion traf ich Mike aus England. Dieser schlingelte ganz offensichtlich im Innenraum herum und macht auch seine Fotos. Dort kam er hin obwohl nicht akkreditiert oder sonstiges war, sondern er hatte einfach nur nett gefragt ob er mal in den Innenraum durfte für ein paar Fotos. Auch nicht schlecht. Manchmal muss man halt nur seinen unwiderstehlichen Charme spielen lassen.
Wir schauten das Spiel zusammen und ihm war gar nicht bewusst, was für ein Knaller an diesem Tag noch anstehen sollte. Da er aber bereits sein Ticket und Zug zu einem anderen Spiel gebucht hatte und ihm die Ticketsituation in Chorzow zu unsicher war, verzichtete er auf mein Mitfahrangebot. Im Nachhinein hatte er aber auch seinen Spaß und ein erfülltes Fußball Wochenende.
Leider waren auch heute keine Gästefans anwesend. Gähnende Leere im Gästeblock. Dabei hatte Widzew erst vor kurzem eine Sahneauftritt in Krakau, aber eben bei den Freunden von Wisla. Schade eigentlich, da beim heutigen Spiel und absoluten Wisla Erzfeind und Derbygegner Cracovia ja auch eine gewisse Brisanz geboten wäre. Aber vielleicht waren genau deshalb keine Gästefans da bzw. erlaubt.
Immerhin bei waren in der Cracovia Kurve Choreo Vorbereitungen zu erkennen. Es waren bereits Rot-Weiße Fähnchen verteilt. Vor dem Block hing eine Spruchband das in seiner Aufmachung an die Antike erinnerte mit der Aufschrift: “jestesmy jak prometeusz bo dajemy ludziom ogien” was wohl soviel heißt wie: “Wir sind wie Prometheus, weil wir den Menschen Feuer geben”.
Dazu wurde vor dem Block ein oberkörperfreier Cracovia Atze mit Sturmhaube hochgezogen. Dieser hielt in seinen Händen mit gesprengten Ketten an den Armen einen abgeschnittenen Kopf in der einen und einen Bengalo in der anderen Hand. Passend dazu wehten dahinter die verteilten Fahnen und Pyro wurde, wie im Spruchband angekündigt, gezündet.
Später folgte eine weitere Pyro- und Rauchshow. An der Stadiongröße und dem Fanaufkommen erkennt man, dass Cracovia eine Nummer kleiner als Wisla ist. Beim Derby mit voller Kapelle ist wahrscheinlich kein Unterschied zu merken. Auf jeden Fall liefert Cracovia schon mal einen top Start in den Fußballtag. Pünktlich zum Abpfiff ging es im flinken Schritt zum Auto und im Tiefflug Richtung Chorzow.






































Stadion:
Kraków – Stadion Miejski im. Henryka Reymana
Spiel:
15.03.2024 – Wisła Kraków vs Miedź Legnica
Polen, I.Liga – 2:1 – Z: 17.129
Bilder aus Krakau:
http://www.sportandtravel.de/2024-03-16-krakow-polen/
Report:
Für ein Wochenende ging es nach Polen ins schöne Krakau. Die Stadt stand schon länger auf der Liste. Die ehemalige Hauptstadt und alte Königsstadt ist eine der schönsten Städte in Polen. Hauptaufhänger für die Reise war das Oberschlesien Derby im nahegelegenen polnischen Kohlepott. Der Ansetzungsgott sorgte außerdem dafür, dass die beiden großen Krakauer Vereine Heimspiele hatten.
Damit stand auch schon die Planung und ich flog ich mit LOT Airlines von Freitag bis Montag über Warschau in die zweitgrößte Stadt des Landes.
Gegen Mittag war ich bereits gelandet und wenig später in meinem Hotel am westlichen Rand der Altstadt. Nach einem kleinen Mittagsschlaf war sogar noch etwas Zeit für ersten Erkundungen rund um den alten Marktplatz. Dieser war nur 5 Gehminuten entfernt, fast genauso nah wie beiden Stadien die auch fußläufig zu erreichen waren. Bilder dazu gibt es wie immer oben im Link.
Am Freitag Abend begann das Fußball Wochenende mit dem Heimspiel von Wisła gegen Miedź Legnica. Ein Duell das zur Zeit, für mich überraschende, in der I Liga also nur der zweithöchsten Spielklasse Polens statt fand. Wisła gehört doch ganz klar in die erste Liga Polens.
Leider waren keine Gästefans anwesend, da wohl nur die allerwenigsten Fangruppen auswärts nach Krakau fahren.
Trotzdem waren über 17.000 Zuschauer im Stadion. Diese zauberten stellenweise eine top Stimmung ins reine Fußballstadion. Wenn man bedenkt, dass keine gegnerischen Fans da sind gegen die man singen kann. Da wurde ziemlich gut abgeliefert. Ich kann mir gut vorstellen was hier möglich ist, wenn es um was geht und dann auch noch Gäste Fans da sind.
Das Stadion ist außerdem sehr stimmungstauglich und der Beweis das ein neues (in diesem Fall renoviert) Stadion nicht langweilig und ein 0815 Standard Kasten Bau sein muss und es muss auch nicht am Arsch der Heide gebaut stehen.
Das Stadion Miejski im. Henryka Reymana ist nur 3 km vom zentralen Marktplatz entfernt. Es hat verschieden hohe Tribünen, eine interessante Dachkonstruktion mit Streben und markante Flutlichter. Unter den Stadien der neueren Bauart eines der besseren.
Wisła gewinnt und kann in der Tabelle nach oben schauen und steigt hoffentlich bald wieder in die Ekstraklasa auf. Für die Aufstiegsränge reichte es aber bisher nicht.

































Stadion:
Szczecin – Stadion Miejski im. Floriana Krygiera (neu)
Spiel:
05.02.2023 – Pogoń Sczecin vs Śląsk Wrocław
Polen, Extraklasa – 0:2 – Z: 14.040
Report:
Am Sonntag fuhr ich die wunderbare mautfreie S3 Richtung Norden nach Stettin. Eine top Nord-Süd Verbindung mit der man in keinen drei Stunden von Lubin nach Stettin kommt. Das Spiel war 17:30 also konnte ich auch heute wieder fast bis Mittag ausschlafen und bin dann ganz gemütlich losgefahren.
Das alte Stadion in Stettin hatte ich schon besucht und heute war an gleicher Stelle der Neubau dran. Mit Śląsk Wrocław stand eigentlich auch ein attraktiver Gegner an, aber leider war der Gästeblock eher schlecht besucht. Dabei hätten sie im Prinzip fast die gleiche Anreise wie ich gehabt und hätten mal eben nach Stettin hoch scheppern können Ich dachte sogar bei dem Spiel gibt es sowas wie eine westpolnische Rivalität. Außerdem spielten sie das erste Mal auswärts in dem neuen Stadion. Der Auftritt heute war dann nichts.
Dadurch, dass Śląsk das Auswärtsspiel gewann wurde immerhin fleißig gejubelt und irgendwann waren auch einige Oberkörper frei. Bei der Kälte einfach nur abartig.
Die Pogoń Kurve unterstützt hinter dem Tor blieb heute aber auch unauffällig. Insgesamt hatte ich mir mehr erhofft aber so ist das manchmal.
Der Neubau in einer Senke ist nichts was länger in Erinnerung bleibt, hat aber wenigstens nur einen Rang und kommt dadurch kompakt und stimmungsfördernd daher.
Im Stadion dann noch zwei bekannte Nasen getroffen, Grüße gehen an Bier Harti, mit den die zweite Hälfte zusammen geschaut wurde bevor es für die beiden per Zug zurück nach Berlin ging und ich mich mit dem Bronco Buster durch die kalte Nacht auf den Weg nach Hamburg machte.


























Stadion:
Lubin – Stadion Zagłębia
Spiel:
04.02.2023 – Zagłębie Lubin vs Legia Warszawa
Polen, Extraklasa – 1:2 – Z: 8.427
Report:
Bei einem Besuch in der Heimat bietet es sich geradezu an mal kurz nach Polen rüber zu fahren. Lubin hatte Legia aus der Hauptstadt zu Gast, so dass man mit einem guten Gästeauftritt und erhöhtem Zuschaueraufkommen rechnen konnte.
Das Spiel war am Samstag Abend um 20:00 angesetzt und bis auf die erste Liga läuft so früh im Jahr noch kein weiterer Fußball, so dass es ungewöhnlich für Polen und bei so später Anstoßzeit bei nur einem Spiel am Tag bleiben sollte.
So konnte ich in der Heimat bis Mittag auspennen, gemütlich mit den Eltern Mittagessen und machte mich dann langsam auf den Weg nach Polen. Ich hatte genügend Zeit und konnte unterwegs noch mal kurz in Świebodzin bei der mittlerweile nur noch zweitgrößten Jesusstatue der Welt halt machen.
Größer als die Cristo Redentor in Rio war die Statue in Świebodzin schon immer. Mal ganz davon abgesehen, dass noch eine Handvoll Jesus Statuen weltlweit größer als die die Cristo Redentor sind. Trotz alledem hat die Statue in Rio wahrscheinlich die spektakulärste Lage bzw. Aussicht und ist deshalb zu Recht die wahrscheinlich bekannteste.
Mittlerweile hat man sich aber in Brasilien die Cristo Protector Statue hingezimmert die nochmal anderthalb Meter höher ist als die Nummer Zwei in Polen. Nun aber genug zum Thema Science Fiction.
In Lubin war ich frühzeitig und ging noch kurz im Auftrag der Geliebten shoppen, fuhr zum Stadion und machte ein paar Fotos und dann war immer noch Zeit um in der Unterkunft einzuchecken. Dort ein bisschen abgechillt bis es raus ging in die Kälte und Richtung Stadion.
Hier kann man ganz entspannt for free parken und mit Online Ticket ging es direkt rein. Legia macht den Gästblock voll und ich schätze mal die Heimkurve hinter dem Tor war auch besser besucht als sonst. Die Stimmung war gut nur leider wurde dort dann optisch nichts weiter geboten.
Legia hingegen zog eine Blockfahne hoch unter der sich kurz hübsch gemacht wurde um zum Einlaufen den gesamten mit Bengalen erstrahlen zu lassen und auch sonst wurde dauerhaft akustisch abgeliefert.
Nach 90 Minuten abfrieren die man eigentlich nur mit Klobasa essen überbrücken konnte, ging es nach dem Spiel schnell in die Warme Bude.







































