"Wir machen gut Strecke!"

61.) Sambia

Stadion:

Lusaka – Sunset Stadium

Spiel:

21.11.2021 – Zanaco FC vs Kafue Celtic FC
Sambia MTN Super League – 1:0 – Z: 500

Bilder aus Lusaka:

http://www.sportandtravel.de/2021-11-21-lusaka-sambia/

Report:

Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Sunset Stadium und durften für jeweils 50 Kwacha (ca. 2,50 EUR) auf das Stadiongelände fahren und das Auto hinter der Haupttribüne abparken. Hier gab es für den fleißigen Elikan und für mich direkt das nächste kalte Getränk. Es war nämlich immer noch mollig warm.

Die Betriebstruppe der Zambia National Commercial Bank, kurz Zanaco, stand heute den Kelten aus dem ca. 50 km entfernten und am gleichnamigen Fluss gelegenen Kafue gegenüber.

Auf Heimseite sorgten ein paar Trikot Träger im Schatten der Haupttribüne mit Trommel für die Stimmung. Dabei kam ihnen das Dach und ab und zu die weiteren Zuschauer auf der Tribüne zu Gute. Viele weitere verteilten sich hinter dem hohen Zaun um den Platz.

Einige Celtic Fans saßen auch auf der Haupttribüne, wurden aber nur ab und zu laut wenn es spannend wurde oder es etwas zu pöbeln gab. Ansonsten hielt es sie die meiste Zeit auf den Sitzen.

Um den Platz gab es kleine Verkaufsstände die auch Kippen und Schnapps im Angebot hatten. Außerdem waren fliegende Händler unterwegs, meist nette Damen die zum Beispiel Nüsse in einem Korb auf dem Kopf elegant durch die Reihen transportierten.

Heute und auch bei den Spielen am Vortag blieb die Miliz entspannt im Hintergrund. Sogar Fotos der Berittenen waren auf Nachfrage erlaubt. Ein positiver Eindruck der nicht unerwähnt bleiben soll.

Der sensational Zanaco FC besiegt die “the Crocs” – die Krokodile, wie die Kafue Celtics auch genannt werden, mit 1:0. Damit endete das vierte Spiel der Tour und war gleichzeitig der Abschluss des Fußball Programms.

Wir fuhren nach dem Spiel zum Souvenirkauf auf den Touri Markt auf dem Parkplatz der Arcades Mall, gleich neben der EastPark Mall. Dieser findet nur Sonntags statt und wir kamen gerade noch rechtzeitig, da bereits langsam wieder zusammen gepackt wurde.

Warum ist neben einer Mall direkt eine weitere Mall? Das kann keiner so richtig erklären. Lusaka wird nachgesagt die Stadt habe mehr Malls als Krankenhäuser. Als ich so durch die Stadt fuhr würde ich dem zustimmen. Man findet sie überall.

Den Abend verbrachte ich dann ganz entspannt am Hotel Pool, genauso wie fast den ganzen Nachmittag am nächsten Tag, bevor es abends mit Elikan zum Flughafen ging.

Hier ist dann auch für die Ausreise ein negativer PCR Test notwendig. Was auch noch ein kleines Drama verursachte, aber zum Glück gut ausging.

Kurz gesagt ich hatte keinen aber am Flughafen gab es eine Art Schnell-PCR-Test mit Ergebnis nach ungefähr einer Stunde.

Als ich eingereist bin hatte ich noch extra bei mehreren Personen nachgefragt, wo mir felsenfest versichtert wurde, dass für die Ausreise kein PCR notwendig ist. Wenn man nicht alles alleine macht … ! Wieder was gelernt. Immer nur auf sich selbst verlassen!

Zum Glück war ich war frühzeitig am Flughafen und so konnte ich den Test noch machen und erhielt dann mit dem negativen Ergebnis auch meine Flugtickets.

Dieses Mal waren es nur 2 Stunden Aufenthalt in Dubai und dann ging auch schon wieder zurück nach Hamburg. Hier hatte der Zoll noch seinen großen Auftritt bevor es dann tatsächlich nach Hause ging. 

Sambia bleibt als unkompliziert, relaxed und sicher in Erinnerung. Hier kann man unbeschwert Urlaub machen. Das Gewusel ist lange nicht so wild wie in anderen Ländern in diesen Breiten und auch der Touri Nepp hält sich in Grenzen. Es gibt noch einiges zu entdecken und so ist das Land sicher noch mal einen weiteren Besuch wert.

Stadion:

Lusaka – Queensmead Stadium

Spiel:

21.11.2021 – Fairdeal FC vs Chimutengo FC
Sambia – Lusaka Amateur Liga – 2:2 – Z: 30

Report:

Für den Sonntag verabredete ich mich Elikan. Geplant war eigentlich nur ein Spiel um 15 Uhr im Sunset Stadium beim Zanaco FC, aber in der näheren Umgebung waren viele Sportplätze und ich hoffte auf einen weiteren Kick.

Also fuhr ich mit Eli kurz gegen Mittag einfach ein paar Plätze ab. Anfangs noch ohne Erfolg, aber am Ende hatten wir im Queensmead Stadium (Stadion im weitesten Sinne) Glück mit der Begegnung Fairdeal FC gegen Chimutengo FC.

Was für eine Liga das ist, konnte ich nicht abschließend herausfinden, aber es dürfte eine Art Amateur Stadtliga gewesen sein.

Auch auf dem Nebenplatz rollte der Ball, aber das war wirklich nur ein ausbauloser Sportplatz im Gegensatz zur Queensmead Ruine.

Für die Lusaka Komplettierung werden wir den Nebenplatz wohl erst etwas später angreifen ;)

Um den Hauptplatz des Queensmead Stadions sieht so aus als wurde einiges weggerissen und mit viel Phantasie und Gottes Hilfe entsteht hier vielleicht etwas neues. Konkrete Bilder oder Pläne konnte ich aber bis jetzt nicht entdecken.

Ein paar Zuschauer verirrten sich auch zu diesem Spiel. Die meisten davon wohl Freunde und Verwandte, die sich im Schatten eines Baums auf einer kleinen Stahlrohrtribüne die Biere reinstellten. Dort gesellte ich mich auch eine Zeit lang mit dazu und wir alberten zusammen ein bisschen rum.

Die dafür förderlichen Getränke gibt es auf der Anlage in einer Bar zwischen den beiden Plätzen zu kaufen.

Deswegen war die Zuschauerzahl beim Spiel auf dem Nebenplatz wohl etwas höher, da man von der schattigen Terrasse der Bar das Spiel dort verfolgen konnte und das von mir besuchte Spiel auf dem Hauptplatz auf der Rückseite der Bar in der prallen Sonne war.

Anfangs war es ein sehr ruppiges Spiel wo es gut zur Sache ging. Für den Zuschauer natürlich witzig anzuschauen, aber für die Spieler eine Herausforderung und die Betreuer draußen waren nicht über diese Unruhe auf dem Platz erfreut.

Ich startete jedenfalls erstmal eine kleine Fotorunde. Als ich alle Bilder im Kasten hatte, hielt ich Ausschau nach Elikan, aber er war nirgends zu sehen. Beim genaueren Blick auf den Platz sah ich, dass er nun als Schiedsrichter das Spiel leitete.

Auch schon wieder absolute Weltklasse! Hier kennt jeder jeden und wenn nicht dann lernt man sich eben kennen.

Beide Teams waren mit dem Schiri nicht zufrieden und fragten kurzerhand Eli ob er nicht das Spiel pfeifen könnte. Kein Problem in Sambia. Erst recht nicht da Eli tatsächlich Schiri war und auch hobbymäßg kickte. Er hatte das Spiel gut im Griff und es endete mit einem gerechten Unentschieden. So soll es sein. Eine Story die man wohl unter “TIA – This is Africa” verbuchen kann.

Für die ganze Aktion und weil es lattenheiß war, besorgte ich ihm aus der Bar, kurz vor Abpfiff eine große Flasche kaltes Wasser und überreichte sie ihm als er freudestrahlend nach Abpfiff auf mich zukam.

Na das war doch mal ein Erlebnis. Nach getaner Arbeit fuhren wir den kurzen Weg zum Sunset Stadium zum zweiten Spiel des Tages.

Stadion:

Lusaka – Nkoloma Stadium

Spiel:

20.11.2021 – Red Arrows FC vs Nkwazi FC
Sambia MTN Super League – 2:1 – Z: 1.500

Report:

Das zweite des Spiel des Tages bestritten die Stadion-Hausherren vom Red Arrows FC gegen die Jungs vom Nkwazi FC. Zum Mainevent waren dann noch mal ein paar hundert Zuschauer mehr im Stadion.

Auch Darius hatte sich mal langsam aufgerafft und kam am Stadion an. Sein Ticket hatte ich bereits gekauft und ich lotste ihn auf die Haupttribüne.

Vor dem Stadion hatte sich mittlerweile ein stattlicher Kindermob gesammelt der auch gerne das Spiel sehen wollte, aber sehr wahrscheinlich nicht das Geld dazu hatte. Nun war es aber endlich soweit und die Miliz hatte ein Einsehen. Die Kids mussten sich einmal ordentlich aufstellen und erhielten eine Ansprache von einem Soldaten. Danach durften sie ins Stadion. Das ist doch mal ein feiner Zug.

Wie schon beim ersten Spiel sammelte sich der aktive Stimmungsblock der Heimfans mittig auf der Gegengeraden hinter ein paar Red Arrows Fahnen. Dazwischen auch immer mal wieder die eingeladenen Kids denen es wohl egal war wer da spielte. Die waren einfach nur froh dabei sein zu können und mit abfeiern zu können.

Fans von Nkwazi waren nur ein paar auf der Haupttribüne auszumachen.

Der Support der Red Arrows Fans war ähnlich wie beim ersten Spiel. Der Stimmungsmob tanzte 90 Minuten gut gelaunt durch. Es kamen auch wieder Trommeln und wilde Dance Movs zum Einsatz.

Die Unterstützung war gut, doch insgesamt lieferten die Green Buffaloes im ersten Spiel den etwas besseren Auftritt.

Ich drehte eine weitere Stadionrunde und machte ein paar Fan- und Actionfotos beim 1:0 Heimsieg der Roten Bögen.

Hierbei kam ich an einigen Ständen mit Essen und Trinken vorbei. Dieses wird im Stadion für kleines Geld verkauft. Ich beschränkte mich auf kalte Brausegetränke, obwohl die selbstgemachten Pommes mit Würstchen echt gut aussahen.

Zurück auf der Haupttribüne war auch Darius mit seinen ersten richtigen Stadionbesuch zufrieden. Da muss erst der deutsche Heinz kommen und ihm das zeigen.

Somit wurde nach weiteren 90 Minuten ein Revisit in Sambia eingefahren. Nach dem Spiel ging es mit einem Fahrer wieder zurück zum Hotel.

Darius verabschiedete ich auch mit Dank für die guten Touren durch Lusaka und zum Sambesi Fluss. Ich kann ihn nur weiterempfehlen und wer da mal Kontaktdaten benötigt, kann sich gerne bei mir melden.

Stadion:

Lusaka – Nkoloma Stadium

Spiel:

20.11.2021 – Green Buffaloes FC vs Konkola Blades FC
Sambia MTN Super League – 2:1 – Z: 1.000

Bilder von der Nsofu Lodge am Zusammenfluss von Kafue und Sambesi:

http://www.sportandtravel.de/2021-11-19-nsofu-lodge-am-kafue-und-sambesi/

Report:

In Deutschland wird’s langsam wieder ungemütlich, in mehrfacher Hinsicht, also nichts wie weg in die Wärme. Schon etwas länger hatte ich dafür Sambia auf der Agenda und dafür Informationen eingeholt sowie Kontakte über die sozialen Medien geknüpft.

Wie immer musste das Reiseziel ein paar Grundvorraussetzungen erfüllen: Fußball wird gespielt, Zuschauer sind erlaubt und man darf als Tourist einreisen. Im besten Falle ein neuer Länderpunkt und ein warmes Land um der (menschlichen) Kälte in Deutschland zu entfliehen. Sambia bot das alles.

Mittlerweile ist der Groundhopper ja geübt die ganzen Auflagen zu erfüllen. Zum Beispiel der negative PCR Test, den ich mir wie immer (schlimm das man das schon so schreiben kann) in Form eines schmerzlosen Gurgeltests am Spielbudenplatz auf der Reeperbahn holte.

Außerdem sollte man sich vorher bei Global Haven registrieren und dort den negativen Test hochladen. Das wurde aber während der gesamten Reise nirgends abgeprüft. Das System ist scharf geschaltet, aber scheinbar noch nicht flächendeckend genutzt.

Des Weiteren ist für Sambia ein Visum fällig. Das gibt es on arrival für die Zahlung von 50 US Dollar. Eine Hürde die man bewältigen kann.

Die Flüge übernahm Emirates mit dem bekannten Umstieg in Dubai. Dieser war auf dem Hinflug leider ziemlich lang, aber richtig gute und/oder bezahlbare Alternativen gab es nicht. Ankunft in Dubai war gegen 1:00 in der Nacht und der Weiterflug erst um 9:00 morgens. Also 8 Stunden abgammeln im Emirates Terminal.

Zum Besuch für Dubai war das auch nicht wirklich brauchbar. Ich war bereits mehrmals dort, zur Nachtzeit gibts da auch nichts zu holen und eine weitere Ein-und Ausreise ist zu Coronazeiten nur zusätzliches unnötiges Geraffel.

So wurde die Zeit mit Essen, Schlafen und Handy daddeln überbrückt. Als dann alle im Flieger saßen und wir gerade vom Terminal zurück setzen wollten, stoppt der Vogel und der Kapitän sagte durch, dass wir Verdacht auf einen platten Reifen haben. Also wurde dieser sicherheitshalber gewechselt. Was uns locker eine weitere Stunde kostete.

Ärgerlich, da ich in meinen kühnsten Träumen bereits heute am Anreisetag auf Fußball gehofft hatte. Planmäßige Ankunft sollte 14:25 in Lusaka sein. Außerplanmäßig wurde ein Spieltag der ersten Liga auf Mittwoch mit einigen Spielen um 15:00 gelegt.

Die Ankunftszeit bei Flügen wird ja gerne mal großzügig angegeben und ich hoffte auf etwas frühere Ankunft und eine flinke Einreise gefolgt von einer wilden Taxifahrt vom Flughafen in die Stadt. Bis zum nächsten Stadion wären es 25 km gewesen, also in der Theorie machbar. Mit Landung gegen 16:00 hatte sich das aber erledigt.

Also verließ ich ohne Zeitdruck den Flieger. Einige Passagiere blieben drin sitzen, da der Flug noch weiter nach Harare in Simbabwe ging. Die Einreise lief dann recht umkompliziert. Ein Einreiseformular, dass ich im Flieger ausgefüllt hatte, musste ich abgeben, Visagebühren bezahlen, Visa in den Pass und “Enjoy Zambia!”

Vor dem Flughafen wartete ich dann auf Megan und den Fahrer Elikan. Wir hatten uns über showaround verabredet und sie organisierte Eli als Fahrer mit fairen Preisen, der noch öfter zum Einsatz kommen sollte.

Wir fuhren direkt zur EastPark Mall wo ich mir eine sambische SIM Karte für umgerechnet ein paar Euro besorgte und Geld abhob. Danach brachten sie mich zum Hotel. Danke an Megan mir die den Einstieg in Sambia sehr komfortabel machte und mit Eli den besten Fahrer der Stadt vermittelte!

Für die nächsten zwei Tage wiederum war Darius mein Guide der mir erst Lusaka zeigte. Wir schafften es in das höchste Gebäude der Stadt ins Büro mit dem besten Ausblick der Stadt.

Dazu gab es eine Rundfahrt und einen Spaziergang durch die Innenstadt inklusive einem günstigen Friseurbesuch für mich.

Der eigentliche Grund, dass Darius den Zuschlag erhielt, war weil er zum besten Kurs einen Fahrer für einen Tagesausflug organisierte.

Am Freitag fuhren wir nämlich zum Zusammenfluss von Kafue und Sambesi, dem namensgebenden Fluss des Landes.

Die Idee kam von mir selbst, die ich mir durch überfliegen der Landkarte bei Google zusammen bastelte.

Hier fand ich auch die Nsoufu Lodge mit einer Art Infinity Pool und Blick auf den Zusammenfluß. Außerdem wurden hier Flußsafaris als Bootstour angeboten. Hier gab es Flußpferde bzw. Hippos ohne Ende zu sehen und dazu noch einige andere Tiere.

Nach diesem erlebnisreichen Ausflug ging es zurück nach Lusaka und am nächsten Tag endlich zum Fußball.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Fußball Sports mit einer Doppel Veranstaltung im Nkoloma Stadion.

Den Anfang machten die Green Buffaloes gegen die Konkola Blades. Eintrittskarten gab es problemlos an den Stadiontoren und wurde für beide Spiele zusammen gezahlt.

Die aktiven Green Buffaloes Fans kamen kurz nach mir lautstark mit zwei Bussen am Stadion an, wurden direkt auf ihre Plätze auf der Gegengeraden geleitet und zogen dort das gesamte Spiel über ihren Trommel-, Singen – und Tanzen Support durch. So wie man es in diesen Breitengraden ungefähr erwartet.

Einen Fanblock der Konkola Blades gab es nicht zu entdecken.

Die Green Buffaloes gewinnen das Heimspiel im fremden Stadion mit 2:1 und ich konnte den Länderpunkt Sambia auf meiner Liste hinzufügen.