Stadion:
Sofia – Stadion Vasil Levski
Spiel:
25.04.2026 – PFC CSKA Sofia vs PFC Levski Sofia
Bulgarien – Parva Liga / EFBET Liga – Championship Group – 1:3 – Z: 29.000
Video:
https://www.youtube.com/watch?v=PK7ZHwTgBWw
Report:
Mehr als kurzfristig sollte es nach Sofia gehen. Erst am Donnerstag buchte ich den Direktflug für Freitag bis Montag. Als Hauptziel der Reise stand das bulgarische Hauptstadtderby zwischen CSKA und Levski an. Ein weiteres großes eurpäisches Derby das ich unbedingt mal gesehen haben wollte.
Tickets gab es unkompliziert online zu buchen. Was ich auch sicherheitshalber tat. Außerdem kontaktierte ich vorher Bleki, den beim letzten Besuch in Bulgarien kennengelernt hatte – https://www.sportandtravel.de/2025-03-29-fk-septemvri-sofia-vs-pfc-cska-sofia/
Er ist freischaffender Fotograf und früherer CSKA Fotograf und vermittelte mir wiederum Kontakt zum CSKA um mir ein professionelles Arbeitsumfeld zu schaffen. Vielen Dank mal wieder für die Unterstützung! много благодаря!
Freitag war nur Anreisetag mit ein wenig durch Sofia schlendern und schlemmen angesagt. Am Samstag ging es aussgeschlafen zum Vasil Levski Stadion. Das Nationalstadion ist üblicherweise der Austragungsort der Derbys. Hier war ich doch tatsächlich vor 10 Jahren schon mal. Freunde, Freunde wie die Zeit vergeht.
Damals nicht zum Sofia Derby sondern für den Länderpunkt Bulgarien zum Spiel Slavia vs CSKA https://www.sportandtravel.de/20161119-pfc-slavia-sofia-vs-pfc-cska-sofia/ und auf der weiteren Reise zum weltklasse Plovdiv Derby.
In der Nähe des Stadions traf ich mich mit Bleki am Treffpunkt der CSKA Fans für ihren kurzen Marsch zum Stadion. Normalerweise würde man nicht so nah an eine Fanszene gehen, wenn man nicht dazu gehört, aber dank Bleki konnte ich mich in dem Umfeld aufhalten.
Scheinbar musste auch erstmal der Marsch der Levski Fans sauber abgewickelt werden, denn erst nach der Freigabe der Polizei durfte sich auch der Mob in Bewegung setzen. Da es durch enge Straßen und hohe Häuser ging, schepperten die Gesänge durch das Wohngebiet.
Am Stadion angekommen ging es für die CSKA Fans in die Kurve und wir liefen Richtung Haupttribüne. Das Vasil Levski Stadion wurde jeweils zur Hälfte für beide Fanlager aufgeteilt. Dabei wurden jeweils ein paar Blöcke als Sicherheitspuffer zwischen den Fangruppen leer gelassen.
Die verfügbaren Plätze waren fast ausverkauft. Am Ende waren es fast 30.000 Zuschauer.
Die aktiven Szenen standen hinter den Toren und CSKA bekam außerdem die Haupttribüne und Levski die Gegengerade.
Kein Wölkchen am Himmel und die Sonne knallte also gönnte ich mir die erste Hälft lieber im Schatten auf der Haupttribüne. Von hier aus hat man dann eine guten Blick auf die beeindruckenden Kurven. Insbesondere die Levski Kurve mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund sah top aus.
Die CSKA Kurve war auch sehr gut besetzt und das obwohl in dieser Championship Gruppenphase die Saison so gut wie gelaufen war, für CSKA kaum noch was zu holen und Levski schon vor dem Spiel fast nicht mer aufzuhalten war auf dem Weg zum Meistertitel. Zu allem Übel ging CSKA wegen Verletzungen und Kartensperren mit einer uneingespielten Truppe in das Spiel. Nach dem Motto wir haben nichts zu verlieren.
Da war es schon aller Ehren wert wie motiviert und mit welcher Anzahl hier trotzdem zum Derby angetreten wurde. Dazu wurde noch eine riesen Choreo zu Ehren ihres im März verstorbenen legendären Torwarts Georgi Velinov präsentiert wurde und es noch eine wilde Pyroshow gab.
Das schien sogar so sehr zu motivieren, dass CSKA in Führung ging. Levski hat aber in dieser Saison einen Lauf und als souveräner Spitzenreiter drehten sie das Spiel am Ende auf 3:1 und sind somit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlicheit bulgarischer Meister.
Auch auf Levski Seite gab es passend zum Monat ein Choreo mit der Jahreszahl 1876, dem Jahr des sogenannten Aprilaufstands. Ein Aufstand gegen die jahrhundertelange osmanische Herrschaft.
Ein Pyroshow auf Levski Seite durfte selbstverständlich auch nicht fehlen. Es wurde also ein solides Derby Programm geboten. Die größere Party fand am Ende auf Levski Seit statt. Die Mannschaft musste erstmal durch zwei Polizeiketten um vor der Kurve mit den Anhängern zu feiern.
Das Sofia Derby ist schon eine Reise wert und Bulgarien sowieso. Das ganze Spektakel gibt es auch als Video auf dem sportandtravel.de Youtube-Kanal oben im Link.
Bleki und ich machten uns dann auch langsam auf den Heimweg. Er wohnt ganz in der Nähe des Stadions und konnte also ganz entspannt zu Fuß nach Hause laufen. Ich spazierte noch etwas durch Sofia, besorgte mir Abendessen und ließ den Abend im Hotel ausklingen. Am nächsten Tag sollte es mit zwei Spielen weiter gehen …
































































Stadion:
Sofia – Stadion Vasil Levski
Spiel:
19.11.2016 – PFC Slavia Sofia vs PFC CSKA Sofia
Bulgarien, Parva Liga – 0:1 – Z: 850
Report:
Zum ersten Mal ging es für mich nach Bulgarien, was logischerweise einen neuen Länderpunkt bedeutete und der Besuch des 20ten FIFA Mitgliedsland im Jahre 2016 wurde.
Mit Flug über München nach Sofia am Freitagmorgen, war ich bereits Mittags in der Hauptstadt und mit der neuen U-Bahn ging es vom Flughafen direkt ins Stadtzentrum zum Hotel. Hier konnte ich gleich das Zimmer beziehen, es wurden aber nur die Sachen abgelegt und sich sofort auf den Weg in die Stadt gemacht. Zu Fuß kann man das Zentrum ganz leicht erkunden, liegt doch alles recht nah beieinander.
Was bei einem Sofia-Besuch nicht fehlen darf ist die Alexander-Newski-Kathedrale (Храм-паметник „Свети Александър Невски“). Ein wunderschönes Gebäude und das Wahrzeichen der Stadt. Auf dem Weg dorthin ging es vorbei an Regierungsgebäuden sowie dem ehemaligen Parteigebäude der Kommunistischen Partei Bulgariens.
Zu empfehlen sind noch die kleine Kirche Sweta Petka mit Resten aus dem antiken Serdica (antiker Name Sofias) und die Banja-Baschi-Moschee (die letzte in Funktion verbliebene Moschee Sofias) sowie die gegenüberliegende Zentralmarkthalle wo man sich noch die ein oder andere Köstlichkeit besorgen kann.
Außerdem ging es über den Vitosha Boulevard, die Einkaufs-und Flaniermeile. Dieser endet dann im Süden an einem Park in dem sich der Nationale Kulturpalast befindet quasi der Palast der Republik.
Damit war der lange Anreisetag geschafft und gut ausgefüllt. Am nächsten Tag ging es dann gut ausgeschlafen frühzeitig zum National-Stadion Vasil Levski wo Slavia Sofia seine Heimspiele austragen muss. Das schicke eigene Stadion wird wohl nicht mehr, die nicht allzu hohen, bulgarischen Anforderungen erfüllen.
Keine 1000 Zuschauer fanden sich im völlig überdimensionierten Stadion ein. Die meisten davon natürlich CSKA Fans. Diese sorgten dann auch für die Stimmung und lieferten einen ziemlich guten Auftritt. Sie zeigten außerdem eine Choreo zur zweiten Hälfte gefolgt von einer fetten Pyroshow! Hatte ich für so ein eher unbedeutendes Spiel nicht erwartet.
Genauso wenig wie ein paar aktive Slavia Fans. Diese positionierten sich neben der Haupttribüne und feuerten ab und zu ihr Team an. Sie hatten natürlich keine Chance gegen die CSKA Fans aber manchmal konnten sie sich dennoch Gehör verschaffen was man auch an der Gegenreaktion der CSKA Fans hören konnte.
Fussballerisch gab es nicht so viel zu sehen, CSKA machte das einzige Tor des Tages und nahm somit den “Auswärtssieg” mit nach Hause bzw. ließ ihn da wo er ist, nämlich in Sofia.
Der Länderpunkt war eingetütet und nach dem Spiel machte ich mich direkt auf den Weg nach Plovdiv wo am nächsten Tag das Derby statt finden sollte.