"Wir machen gut Strecke!"

21.) Griechenland

Stadion:

Thessaloníki – Stadio Toumbas / Στάδιο Τούμπας

Spiel:

06.08.2026 – PAOK FC vs RSC Anderlecht
UEFA Europa League – Qualifikation 3.Runde – Hinspiel – 0:1 – Z: 19.161

Video:

folgt

Bilder aus Thessaloniki:

https://www.sportandtravel.de/2026-08-06-thessaloniki-griechenland/

Report:

Am Montag kam ich aus Budapest zurück, am Dienstag schoss ich mir spontan den Flug nach Thessaloniki und am Mittwoch Abend ging es auch schon los nach Griechenland.

Beim letzten Besuch hier hatte es mir sehr gut gefallen und PAOK stand schon immer ganz oben auf meiner Wunschliste.

Dank späten Abflug, einer Stunde Zeitverschiebung und dem Warten auf den Airportbus war ich dann endlich gegen kurz vor 2:00 Uhr am Hotel. Noch einen late night snack am Kiosk und ab ins Bett.

Am nächsten Tag wollte ich wenigestens ein bisschen ausschlafen und wegen dem späten Anstoß auch noch Sightseeing machen, aber davor war erstmal unnötig Arbeit angesagt.

Thema Ticketbeschaffung PAOK:

Als erstes braucht man eine Mitgliedschaft für die aktuelle Saison. Kostete 20 Euro und habe ich online erledigt. Als nächstes kann man sich dann ein Ticket online kaufen sobald das Spiel online ist. Auch erledigt. Dafür muss man eine Identifikationsnachweis bei der Bestellung mit eintragen. Also Personalausweis oder Reisepass. Ich habe meinen Perso angegeben.

Nun muss man das Ticket auf der griechischen App “gov.gr Wallet App” verifizieren und freischalten. Dazu muss man die App ebenfalls mit einem Identifikationsnachweis über die NFC Funktion (Near Field Communication) aktivieren. Mit meinem Perso hat es ewig nicht geklappt. Eine Internet Recherche ergab mit dem Reisepass geht es besser. Das habe ich dann auch hinbekommen.

Nur leider kommen wir jetzt zum Problem. Das Ticket war auf meinen Perso eingestellt und die App auf meinen Reisepass. Das heißt ich konnte auf biegen und brechen das Ticket nicht auf die App bekommen. Nervig as Fuck! Also war ich noch nicht ganz im Besitz eines gültigen Tickets.

Mein Hotel war ca. 2 km vom Toumbas Stadion entfernt. Also hatte ich bei mega Hitze und wenig Schlaf am Donnerstag Morgen nichts besseres vor als dorthin zu latschen und mal im Fanshop zu fragen. Hatte ich ja bei den Rivalen beim ersten Thessaloniki Besuch gute Erfahrungen mit gemacht. Hier aber leider nicht. Man konnte mir dort nicht helfen. Kann nur der Ticketschalter abends vor dem Spiel. Wobei auch hier die Zeitangaben je nach gefragter Person varierten. Richtig ist wohl 2 Stunden vor Anpfiff. Nervig as Fuck!

Auch ein paar Meter weiter an der Rezeption der Geschäftstelle, die selbstverständlich mit viel zu vielen Leuten besetzt ist die da nur abgammeln, konnte mir nicht geholfen werden.

Also unverichteter Dinge wieder abgedackelt und eine Stunde Wandern in der Hitze umsonst.

Also griechischen Coffee to go in den Schädel, kurz frisch machen im Hotel und los gewackelt zur Strandpromenade. Hier merkte ich schnell, dass es ein langer Fußmarsch werden könnte wenn ich ein bisschen was sehen will. Zum Glück kam ich an einem Fahrradverleih vorbei. Nicht lange gezögert und einen Drahtesel ausgeliehen.

So ließ sich Thessaloniki entlang der Promenade, vorbei am Alexander der Große Denkmal bis hin zum Weißen Turm bei frischem Fahrtwind lässig erkunden. In gemütlichem Tempo ging es weiter zum Aristoteles-Platz und dann etwas den Hang hoch an Überbleibseln der Antike vorbei zum Galerius Palast, Galeriusbogen und zur Galerius-Rotunde.

Danach nur noch entspannt den Hang wieder runter gerollt Richtung Promenade und Ausleihstation. Damit war dieser Tagespunkt auch erledigt. Bilder gibt zu Thessaloniki gibt es wie immer oben im Link.

Spätes Mittagessen gab es im klimatisierten Hotel und abends machte ich mich wegen der Ticketsituation mindest eine Stunde früher als geplant auf den Weg zum Stadion.

Am Tickethaus standen schon einige Leute rum, wahrscheinlich mit ähnlichen Problemen. An den vielen nicht griechischen Stimmen insbesondere deutsche und englische Sprache, konnte man raushören das alle irgendein Problem mit der App haben. Zum Glück hatte ich mich direkt mit angestellt, obwohl ich erstmal noch was zu trinken besorgen wollte, denn die Schlange wurde ganz schnell sehr lang. Da stand ich aber wenigstens schon zwischen den Absperrungen.

Zur Öffnung der Schalter ging es dann tatsächlich halbwegs vorwärts und als ich dran war teilte ich durch einen winzigen Spalt der Dame am Schalter mein Problem mit und reichte ihr mein Handy mit dem Barcode für die Ticket Verifizierung. Ich hoffte jetzt eigentlich darauf ein Papierticket ausgedruckt zu bekommen. Das war aber nicht der Fall. Die Dame schaltete einfach den Barcode scharf und meinte damit komme ich nun ins Stadion. Da war ich aber sehr skeptisch, aber nach all dem nervigen Gerammel kann ich verraten, dass der Barcode funktionierte, das Licht am Drehkreuz grün leuchtete und ich das Stadion betreten konnte. Einfach nur nervig as Fuck!

Es war noch reichlich Zeit vor Anpfiff also konnte ich mir noch entspannt was zu trinken holen und um das Stadion rumwandern.

Das Stadion liegt innerhalb der Stadt zwischen Wohnhäusern und engen Straßen was einfach den Charme des ganzen Stadionbesuchs ausmacht. Wie beim ersten Besuch in Thessaloniki eine geniale Atmosphäre. Die Fans lungern vor dem Stadion und in den anliegenden Cafes und Restaurants wird gemütlich gespeist. Es mobile Stände wo kräftig gegrillt wird und mit dem Essen sitzt man dann auf der Straße oder den Treppen zu den Wohnhäusern.

Außerdem hört man häufig ausländische Stimmen von Touristen oder von den zahlreichen Fanclubs von POAK weltweit, gerne auch mal aus Deutschland. Da kommt richtig Flutlicht-Fußball-Abend-Vorfreude auf!

In Griechenland ist es, zumindest bei den Großen Clubs, üblich, dass keine Gästefans erlaubt sind. Von daher sind die Spiele der griechischen Liga, die auf dem Papier ganz gut aussehen, in der Realität meistens nur halb so schön. Abwechslung bringen da die europäischen Wettbewerbe, bei denen die Regelung nicht gilt, also Gästefans erlaubt sind.

Der Gegner hieß jetzt RSC Anderlecht. Ich hätte jetzt noch auf ein Weiterkommen von PAOK und einen fantechnisch besseren Gegner spekulieren können. Einen Wettbewerb darüber, in der Champions League, war der Verlierer aus Levski Sofia und Kairat Almaty der nächste theoertische Gegner. Levski wäre schon eine Granate gewesen. Anreise per Auto in nicht mal 4 Stunden! Da wäre halb Sofia unterwegs gewesen.

Da der Termin gegen Anderlecht noch in meinen Urlaub fiel und die nächste Runde eben nicht garantiert war, schlug ich einfach beim Spiel gegen den RSC Anderlecht zu. Andere “unter der Woche Termine” hätte ich erst wieder krampfhaft organisieren müssen. Hier also nach dem Motto: lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach!

Ich kann vorweg nehmen, dass es die richtige Entscheidung war, denn PAOK verlor beide Spiele gegen Anderlecht und flog aus der Europa League und landete in Conference League wo als nächstes gegen Brann Bergen ging. Also auch nicht der absolute Reisser. Brann warf PAOK aus der Conference League und damit war es das diese Saison mit internationalen Spielen für die Griechen.

Levski schmiss übrigens Kairat Almaty raus und durfte dann zu AEK Athen. Almaty wäre also der nächste Gegner von PAOK geworden. Also alles richtig gemacht.

Wie zu erwarten gab es keine Faninvasion aus Brüssel, aber zumindest ein namhafter Gegner der immerhin überhaupt ein paar Fans in den Gästeblock mitbrachte. Ganz selten und nur weil ich relativ nah dran war, konnte man sie in ruhigen Phasen hören.

PAOK hingegen macht die Hütte gut voll und zeigt wie laut man auch ohne Dach werden kann. Das ist schon eine wahnsinns Kurve! Ein schwarze Wand die einem entgegen dröhnt! Dazu noch diese Festung von Stadion. Ein brachiales Fussballerlebnis.

Dem Griechen an sich ist auch egal, dass hier ein hohes UEFA Event stattfindet, denn zur Optimierung des Platzes im Stadion wird auch mal eben ein hoher Doppelzaun überstiegen um auf die Gegengerade zum kommen. Komplett eingespielter Vorgang wenn man sieht, dass vor der Kletteraktion die Getränke einem Fremden gegeben werden um alle Hände zum klettern frei zu haben um sich dann von der Person die Getränke durch den Zaun reichen zu lassen. Die Ordner schauen dabei nur gelangweilt woanders hin.

Anderlecht schießt bereits nach knapp 20 Sekunden das 0:1 und gleichzeitig den Endstand. So kurz kann man eigentlich das Spiel zusammenfassen. Es gab durch VAR Entscheidung zwar noch einen Elfmeter für PAOK, der wurde aber selbstverständlich feierlich vergeigt.

Also war die letzte Chance das Rückspiel, das aber wie bereits erwähnt auch verloren ging. Das war an diesem Abend aber noch egal und die PAOK Fans bestens aufgelegt.

Nach dem Spiel lief ich wieder zurück zum Hotel und gönnte mir zu später Stunde noch ein paar Burger. Am nächsten Tag hieß es endlich mal ausschlafen und nachmittags ging es wieder per Bus zum Flughafen und zurück nach Hamburg.

Thessaloniki war ein zweites Mal ein tolles Erlebnis. Hier kann man zu entsprechenden Anlass durchaus nochmal hin. Das könnte der Fall sein wenn PAOK sein Stadion saniert und solange ins zweitgrößte Stadion der Stadt, dem Kaftanzoglio Stadio, ausweicht. Eine ähnlich große Schüssel wie das Toumba Stadion. Also die Augen offen halten!

Stadion:

Thessaloníki – Stadio Harilaou Kleánthis Vikelídis / Γήπεδο Κλεάνθης Βικελίδης

Spiel:

14.12.2025 – Aris Thessaloniki FC vs Olympiacos FC
Griechenland, Super League – 0:0 – Zuschauer: 4.876

Report:

In knapp einer Stunde ging es fix von Belgrad in Serbien rüber nach Thessaloniki in Griechenland.

Vom Flughafen fuhr ich mit dem Shuttle Bus in die Stadt und sprang direkt am Stadion von Aris raus. Freundlicherweise war der Aris Fanshop vorab per Telefonat und Mail sehr behilflich bei der Ticketbeschaffung. Online war dieses bereits bezahlt, ich musste nur noch persönlich auftauchen und meinen Ausweis vorzeigen und schon gab tatsächlich einen richtig ausgedrucktes Ticket. Das nenn ich mal Service!

Normalerweise gibt es das nur ein einer App bei der man sich erst anmelden und die Identität verifizieren muss. Ein Papierticket ist wohl gar nicht mehr so üblich. Ich leg darauf ja nicht so einen Wert, aber es gibt ja noch den ein oder anderen Sammler da draußen.

Dann machte ich mich auf den kurzen Fußweg, kaum 2 km, zum gebuchten Apartment zum einchecken. Kurz Sachen ablegen, Handy laden und schon lief ich wieder Richtung Stadion. Unterwegs kehrt ich in eines der zahlreichen kleinen Restaurants ein um noch etwas vor dem Spiel zu essen.

Hier hingen auch schon die ersten Aris Leute ab und stimmten sich in großer bunter Runde mit viel Essen und etwas Alkohol auf das Spiel ein. Auch die Polizei stärkte sich noch mal vor dem Spiel. Das Stadion liegt mitten zwischen Wohnblocks und die gesamte Atmosphäre rund um das Stadion war sehr angenehm.

Das Fußball Publikum vermischte sich mit Bewohnern des Viertels die in den Bars, Kneipen und Restaurants saßen und einen gemütlichen Sonntag Abend verbrachten.

Mit Olympiacos war einer der größten und erfolgreichsten Clubs des Landes zu Gast der außerdem als Tabellenführer anreiste. Leider sind, zumindest beim Aufeinandertreffen der Schwergewichte, im griechischen Fußball Gästefans nicht zugelassen. Somit bleibt es auch für die Ordnungskräfte eher entspannt.

Knapp 5.000 Zuschauer kamen zum Sonntag Abend Top Spiel ins Stadio Harilaou Kleánthis Vikelídis. Aris dümpelt im oberen Mittefeld der Tabelle rum und schlug sich wacker gegen den Spitzenreiter aus Piräus. In der 51ten Minute bekommt Olympiacos eine gelb-rote Karte und somit war die Chance da gegen den Favoriten etwas zu reißen. 

Doch nur 10 Minuten später holte sich Aris eine glatt rote Karte ab und somit war es auf dem Platz wieder ausgeglichen. Selbstverständlich blieb es beim typischen torlosen Rammelkick. Einen griechischen Torjubel gab es nicht zu bestaunen. Hätte ich gerne gesehen, denn es wurde ganz gut supportet aber eben auch keine Bäume ausgerissen.

Dazu gibt es auch noch zwei Fankurven, jeweils hinter den Toren, wobei die eine zur Zeit wohl eher unerheblich ist mit seinen 20-30 Mann. Kaum zu hören und dann singt man auch noch gegeneinander an. Das kann man wohl eher als durchwachsene Stimmung bezeichnen, erst recht wenn man weiß wie Griechen sonst so ausrasten können.

Trotzdem ein ganz entspannter griechischer Fußballabend der durchaus Lust macht hier noch mal für den anderen großen Club der Stadt vorbei zu schauen.

Für mich hieß ein zweites spätes Abendessen einzunehmen und dann ging es auch schon wieder zurück ins Apartment und am nächsten Tag am Nachmittag über Belgrad zurück nach Hamburg.

 

 

 

 

Stadion:

Athen – Stadio Apóstolos Nikolaidis / Γήπεδο Απόστολος Νικολαΐδης

Spiel:

19.11.2017 – Panathinaikos FC vs AEK Athens FC
Griechenland Super League – 1:1 – Zuschauer: 12.000

Bilder aus der griechischen Hauptstadt hier: www.sportandtravel.de/20171119-athen/

Report:

Das Hauptspiel der Tour sollte das heutige Athen Derby zwischen Panathinaikos und AEK sein. Wie gewohnt leider ohne Gäste. Dafür immerhin im legendären Stadio Apóstolos Nikolaidis. Einem wunderbar ranzigen und in Vereinsfarben gehaltenen reinen Fussballstadion mitten im dicht besiedelten Wohngebiet. Weltklasse!

Da kommt doch gleich Fussballathmosphäre auf wenn die Menschenmassen durch die engen Gassen laufen. Auch hier wieder viele Stände mit griechischen Köstlichkeiten und einige Bars, Kneipen und Restaurants in denen sich die Fans auf das Spiel einstimmten.

Das Stadion füllte sich ganz gut, wurde aber nicht ausverkauft. Die Stimmung war ziemlich durchwachsen und für diese Ansetzung definitiv zu schwach. Phasenweise werden die Fans hinter dem Tor richtig laut und können auch den Rest des Stadions mitziehen. Ganz besonders wenn es um Antigesänge und Provokationen gegen AEK geht oder bei strittigen oder spannenden Spielsituationen. Krass wie da teilweise der Normalo von der Haupttribüne ausrasten kann! Aber auch hier hält es wie bei den Spielen zuvor nicht lange an.

Beim frühen Tor der Heimelf nach nur 10 Minuten gings natürlich ab und der grüne Grieche geht ab wie die Sucht. Panathinaikos war stärker auf dem Platz konnte aber nichts zährlbares mehr fabrizieren.

Das wurde bestraft und zwar ziemlich hart, mit dem Ausgleichtor von AEK in der 95ten und zugleich letzten Minute! Da war der Frust groß und wilde Pöbeleien gingen los, erst recht als der Torschütze von AEK etwas zu provokativ vor der Heimkurve jubelte. Direkt danach erfolgte der Abpfiff. Bitter für Panathinaikos.

Insgesamt ein schwaches Derby auf den Rängen. Man kann nicht alles haben. Dafür war es letztendlich ein sehr interessantes Wochenende in Griechenland was Lust auf mehr macht.

Stadion:

Athen – Kypselis Football Field “Alepotrypas” / ΚΥΨΕΛΗΣ (ΑΛΕΠΟΤΡΥΠΑΣ)

Spiel:

19.11.2017 – Athinais FC 1938 vs Diana Ilioupolis
Griechenland – Athen 1st Kategory 2nd Group – 1:2

http://epsath.gr/results/display_game.php?game_id=30688
ΑΘΗΝΑΪΔ vs ΔΙΑΝΑ ΗΛΙΟΥΠΟΛΗΣ
Λεπτομέρειες Αγώνα Περιόδου 2017-2018
Α Κατηγορία 2ος Όμιλος

Zuschauer: 100 + 20 Zaungäste

Report:

Am frühen Morgen ging es mit U-Bahn und Bus von Piräus nach Athen in ein anderes Hotel. Das war einfach günstiger gelegen zum geplanten Tagesprogramm und dem abendlichen Spiel. Das Zimmer war so früh natürlich noch nicht bezugsbereit aber ich konnte schon mal das Gepäck ablegen.

An der Rezeption dann eine sehr fähige Mitarbeiterin die mir half dieses zusätzliche Spiel herauszufinden. Sie hatte tatsächlich grob verstanden was mich quer durch die Weltgeschichte treibt und auf was sie bei der Suche achten muss. Sie fand ein Spiel in der Nähe das alle Anforderungen erfüllte: Nähe zum Hotel (kein Muss), Erste Herren, ein vorhandener Ausbau, kombinierbar mit dem Abendspiel. Top Service und super freundlich! Sie war richtig im Flow und wollte immer weiter suchen um das Angebot vielleicht noch zu verbessern. Ich musste sie geradezu bremsen, denn was sie mir raus suchte reichte mir völlig.

Morgens um 9:00 gab sich die Würzburger Expertenrunde noch ein Spiel, man hätte also drei Spiele am Tag schauen können aber ein bißchen wollte ich dann doch noch durch Athen laufen und was von der Stadt sehen. Nach der Tourirunde machte ich mich am Nachmittag dann auf zum Spiel.

Das Kypselis Football Field liegt erhöht an einem Hang nur ein paar hundert Meter von der Bushaltestelle entfernt aber man muss eben auch einige Höhenmeter überwinden. Von oben hat man hinter einem Tor dann einen weiten Blick über die Stadt in Richtung Norden.

Für 5 Euro gings rein ins kleine Stadion. Pfennigfuchser hätten auch von außen am Zaun das Spiel beobachten können, so wie es gute 20 Leute taten. Die zahlenden Zuschauer fanden sich dann auf der Gegengerade ein der einzigen Seite mit Ausbau. Hier konnte man dann in der prallen Sonne das Spiel genießen.

Diana, die Königen der Fussballherzen, holt den umkämpften Auswärtssieg und nach kurzen Zwischenstopp im Hotel ging es weiter zum Abendspiel.

Stadion:

Piräus – Stadio Georgios Karaiskáki / Γήπεδο Γεώργιος Καραϊσκάκης

Spiel:

18.11.2017 – Olympiacos FC vs Levadiakos FC
Griechenland Super League – 2:1

Zuschauer: 15.177

Bilder aus der Hafenstadt Piräus hier: www.sportandtravel.de/220171118-piraeus/

Report:

Heute sollte der Fussball Länderpunkt Griechenland fallen. Vorher ging es aber noch zu Fuß durch die Hafenstadt. Während in Hamburg ekelhaftes November Wetter herrschte, kam in Piräus die Sonne raus. Also einfach mal los spaziert. Bilder sind im Link oben zu finden.

Am Abend dann der gleiche Anreiseweg wie am Tag zuvor: mit der Metro von der Endstation Piräus eine Station bis Faliro neben der direkt die Basketballhalle und das Fussballstadion liegen.

Hier findet man zum Glück so einem Land würdige Imbissstände im Stadionumfeld. Ist ja nicht in jedem Balkanstaat so üblich trotz der weltklasse regionalen Kochkunst. Da gibts dann manchmal nur Vogelfutter und Getränke. Hier wurde wenigstens anständig gebrutzelt und natürlich auch verkostet.

Zu Gast war heute Levadiakos FC aus dem nur ungefähr 150 km entfernten Livadia. Da hatte ich ja fast auf ein paar Gästefans gefhofft aber die sind scheinbar auch bei den kleineren Gegnern nicht zugelassen. Demnach logischerweise keine Gästesupport.

Die Heimkurve steht hinter dem Tor und auch heute war sicher noch der ein oder andere befreundete Serbe von Roter Stern Belgrad vom gestrigen Basketballspiel mit im Heimbereich. Auch die Fahnen beider Clubs wurden in den oberen Ecken der Kurve ausgelegt.

Der Support war ganz in Ordnung, wurde manchmal richtig laut, konnte aber nicht konstant gehalten werden. Mit Schuld, wie bereits beim Basketball erwähnt,das Regenchaos der letzten Tage. Wieder mal zeigte sich starkes Potential was nur erahnen lässt wie laut und emotional es werden kann wenn es hier mal richtig zur Sache geht.

Fussballerisch war das heute auch keine Offenbarung. Das sieht man bei Olympiacos zur Zeit auch in der Champions League wo man auf dem letzten Platz in Gruppe steht. Beim ganz großen Fussball in Europa können sie noch nicht mithalten.

Piräus gewinnt zwar das Spiel, aber auch erst kurz vor Schluss mit dem 2:1 Siegtreffer. Immerhin 3 ganz wichtige Punkte um in der griechischen Superleague unter den besten 4 zu bleiben, welche die internationalen Plätze belegen. Am Ende des Spieltags haben Platz 1 und 2 jeweils 21 Punkte und Platz 3 und 4 jeweils 20 Punkte. Das Titelrennen ist also noch völlig offen und Olympiacos hat noch alle Chancen.

Nach dem Spiel ging es wieder mit der U-Bahn zurück zum Hotel am nächsten Tag nach Athen.